Vom Klingelbeutel aufs Konto
Tausche Schilling gegen Euro: Die Nationalbank macht Station in Liezen.

Foto © APA/SujetAuch in der Steiermark sind noch unzählige Alpendoller im Umlauf
Stolze 9,3 Milliarden an Schillingmünzen und -noten fehlen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) noch immer in ihrer Abrechnung. Grund genug für die OeNB, sich auf Österreich-Tour zu begeben, und das "alte Geld" an Ort und Stelle zu tauschen. Auch in der Steiermark macht der Tross insgesamt neun Mal Halt - unter anderen auf dem Kulturhausplatz in Liezen am Montag, 9 bis 18 Uhr.
Gurkengläser als "Sparkassa"
Gefunden werden die umzutauschenden Alpendollar übrigens nicht nur in Jackentaschen, Geldbörsen oder eben unter der Matratze, sondern auch in Gurkengläsern. "Letztens brachte uns eine Kärntnerin 5966 Zehn-Groschen-Stücke. Ihr Sohn hatte sie jahrelang gesammelt", erzählt Friedrich Fasching, Leiter der OeNB-Zweiganstalt Süd. Manchmal werden die Schillingmünzen sogar zum "himmlischen" Geschenk. "Kirchgänger schmeißen immer wieder Schillinge in den Klingelbeutel, die Mesner kommen dann damit zu uns", weiß OeNB-Mitarbeiterin Alexandra Koch. Auch Silbermünzen werden gewechselt.
Zum letzten Mal getauscht wird heuer - Stichtag ist der 30. September - jedenfalls die 20-Schilling-Note mit dem Porträt des Semmeringbahn-Erbauers Carl Ritter von Ghega. Die meisten anderen Schillingnoten sind unbefristet gegen Euro eintauschbar. Während des Jahres kann man Schillingmünzen und -noten auch bei der OeNB-Zweiganstalt Süd in der Grazer Brockmanngasse eintauschen.







