Die Grünen auf der Suche nach Spitzenkanditaten für Landtag
Grüner Mandatar unterläuft Parteilinie. Ziel ist Schwarz-Grün.

Foto © Robert LenhardGrüner Mandatar Lambert Schönleitner
Offiziell fällt die Entscheidung, wer die Grünen in die nächste Landtagswahl führt, erst im Herbst bei einer Mitgliederversammlung. Tatsächlich aber gibt es seit Wochen interne Bemühungen, man sucht nach einem/einer Neuen. Derzeit sind die Grünen mit drei Mandataren im Landtag vertreten, Chefin des Klubs ist die Spitzenkandidatin der Wahl von 2005, Ingrid Lechner-Sonnek.
Neben ihr sitzen die Grazerin Edith Zitz und seit einem Jahr der Obersteirer Lambert Schönleitner, der den nach Graz abgewanderten Peter Hagenauer ersetzte. Zitz wird als Langzeitabgeordnete mit Ende der Periode ausscheiden, damit wird ein Platz frei. Dass Lechner-Sonnek, die bei der letzten Wahl nicht besonders abgeschnitten hat (minus 0,9 Prozent und Platz vier hinter der KPÖ), noch einmal Spitzenkandidatin wird, ist sehr unwahrscheinlich.
Schönleitner hat sich am Donnerstag selbst aus dem Kreis der möglichen Kandidaten geschossen: Entgegen der von Parteichef Werner Kogler vertretenen Parteilinie, sowohl ÖVP als auch SPÖ seien mögliche Partner, sagte er, er halte Rot-Grün für keine Option. Verbunden mit der Ankündigung, er stehe als Spitzenkandidat zur Verfügung, desavouierte er bereits das zweite Mal (nach der Abstimmung im Landtag zum Spital in Bad Aussee) die Parteispitze.
Mit diesen Ausritten macht er sich vielleicht in der Region bekannt, in der Partei hingegen betreibt er Selbstbeschädigung. Denn hier dominiert Graz nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei den Wahlergebnissen: 10,7 Prozent bei der Wahl 2005, Bezirk Liezen dagegen mit 3,1 nicht einmal ein Drittel davon.








