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    Zuletzt aktualisiert: 14.07.2009 um 11:54 Uhr

    Göschl: "Ich habe einen Freund verloren"

    Expeditionsleiter Gerfried Göschl wehrt sich gegen Kritik. Wir sprachen mit dem Liezener, der am Nanga Parbat nach seinem verunglückten Kameraden Wolfgang Kölblinger suchte.

    Gerfried Göschl

    Foto © Gerfried Göschl Gerfried Göschl

    Der Nanga Parbat machte dieser Tage deutlich: Er zählt zu den gefährlichsten Abenteuern dieser Welt. Am Montag stürzte eine Südkoreanerin - Go Mi Sun, eine der besten Bergsteigerinnen der Welt - in den Tod. Gezeichnet ist auch jene Gruppe, mit der der Oberösterreicher Wolfgang Kölbinger angereist war. Der Mann schlitterte am Freitag über eine 3000 Meter hohe Flanke aus dem Leben. Expeditionsleiter Gerfried Göschl schilderte vom Basislager aus, was in ihm vorgeht.

    "Heike war meine Nabelschnur"

    "Als ich am Samstag den Rucksack und die Rutschspuren vom Wolfgang fand, bin ich 100 Meter weiter gegangen und hab' mich in eine windstille Ecke gehockt. Dann hab' ich meine Frau Heike angerufen und geweint. Ich hab' da oben einen Freund verloren. Die Heike war in diesen Minuten meine Nabelschnur."

    Daheim in Liezen kann Bergsteiger-Kollege Thomas Strausz ziemlich gut nachempfinden, wie es Göschl ging. Er stand vor fünf Jahren an exakt derselben Stelle und betrauerte den Todessturz eines Freundes. "Den Berichten nach war es damals tatsächlich haargenau dieselbe Stelle." Eine 60 Grad steile Flanke, blankes Eis. "Da hast du keine Chance."

    Wirklich nicht? Wir fragten auch Österreichs erfolgreichsten Bergsteiger der Gegenwart, den Grazer Robert Schauer. Und der übt auch Kritik. Nicht an der aktuellen Nanga-Parbat-Expedition, "aber an der Szene, an dem Trend, das alle auf diese Berge wollen. Viele Menschen träumen ihr Leben lang von einer Chance auf den Gipfel. Wenn sie sich dann endlich bietet, dann ergreifen sie sie. Diese Leute reißen sich vier Wochen aus ihrem Kalender und wollen da rauf, gehen weit über ihre Grenzen." Das sei verrückt.

    Gerfried Göschl sei damit nicht zu vergleichen, "aber natürlich profitiert er auch finanziell davon, dass seine Gruppe groß ist. Schließlich will er auch auf den Gipfel. Das ist das vorrangige Ziel." Der Gipfelsieg - das Um und Auf.

    Ja, auch Göschl war oben. Umso tragischer sei es, sagt er. "Du erfüllst dir deinen Lebenstraum, gehst auf diesen Berg und dann verlierst dort oben einen Freund." Aber mit einer herkömmlichen Expedition sei sein Abenteuer partout nicht vergleichbar gewesen. "Ich wurde da ja nicht als Bergführer engagiert, sondern als Organisator. Ich nehme niemanden an der Hand und bringe ihn auf den Gipfel, das war nie ausgemacht. Ich habe eineinhalb Jahre lang recherchiert, habe alles Möglich gemacht, aber rauf muss jeder selber. Und runter auch. Das wussten alle."

    Harter Weg

    Wie es nun weiter geht, machte der Pädagoge Gerfried Göschl am Montag von zwei Anrufen abhängig. "Ich habe mit meiner Frau ein langes Gespräch geführt. Sie steht 150 Prozent hinter mir. Und auch die Witwe von Wolfgang Kölbinger. Andere Kritiker hätte ich in dieser Phase auch nicht gelten lassen. Und deshalb entschied ich danach, wie geplant zum K2 zu wandern. Die anderen fahren nach Hause. Ob ich dann aber auch hinauf gehe, möchte ich vor Ort entscheiden. Ich muss im Kopf einmal klar werden."


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