Jetzt droht der Absturz in den Keller
Von der Ersten Liga in die 1. Klasse? In Bad Aussee überschlagen sich die Gerüchte. Viel hängt vom Plan des Hauptsponsors ab.

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Die Frühjahrsmeisterschaft begann für Bad Aussee im März, an einem Freitag, dem 13. - für viele im Verein ein böses Omen. Aber selbst wenn der Ausgleichstreffer von Feldkirchen, der den Abstieg von Bad Aussee aus der Regionalliga besiegelte, erst in der 84. Minute fiel: Alles kann man nicht auf Pech und das unerbittliche Zuschlagen des Schicksals schieben. Wer im gesamten Frühjahr nur zwei Siege erspielt, kein einziges Remis holt und zwölf Niederlagen einfährt, hat den Verbleib in der Liga nicht verdient.
Nachfolger Heißl. Der Sparkurs, den der Klub aus finanziellen Gründen in der Winter-Übertrittszeit gefahren ist, hat die Ausseer vom Regionalliga-Weg abgebracht. "Als sie mir auch noch den Berger am letzten Transfertag verkauft haben, hätte ich gleich gehen sollen", meinte Trainer Ivo Gölz nach seinem Abgang. Sein Nachfolger Thomas Heißl gewann zwar sensationell gegen Meister Hartberg, hatte nach den Verletzungen von Nussbaumer und Weißenbacher aber nie mehr eine komplette, ligataugliche Mannschaft zur Verfügung. "Es scheint, dass uns die Abgänge so geschwächt haben, dass es für die Regionalliga nicht mehr reicht", gab auch Vorstandsmitglied Ewald Raith zu.
Neustart?. Nach dem (kurzen) Höhenflug in die Red-Zac-Liga ist der SV Bad Aussee nach dem postwendenden Absturz aber noch gar nicht sicher in der Landesliga gelandet. Bei der Meisterfeier des SC Liezen machte massiv das Gerücht die Runde, dass das Liga-Derby gegen Bad Aussee ausfallen könnte, weil auch ein völliger Neustart der Ausseer in der 1. Klasse (unterste Spielklasse) möglich sei. In der Gerüchteküche brodeln Spekulationen um Spielergehälter, aktuelle und mögliche Altlasten. Obmann Günther Köberl dementierte zwar, dass ein Wiederbeginn in der 1. Klasse angestrebt wird, ließ aber eine Hintertür offen: "Das wird sehr von unserem Hauptsponsor abhängen."
Hoffnung. Fix ist, dass an dem sogar in Stuttgart kolportierten Rücktritt von Dieter Hundt als Präsident des Aufsichtsrates nichts dran ist. Das ließ er durch sein Büro ausrichten. An Hundt dürften auch die Hoffnungen der Ausseer hängen, die finanziellen Mittel für den Weiterbestand in der Landesliga doch noch aufzustellen.








