Kollisionen auf leeren Pisten häufiger
Heuer schon drei Tote auf steirischen Pisten. Zahl der Unfälle stabil.

Foto © APA
Nachdem es in der Saison 2007/08 auf den steirischen Pisten kein einziges Todesopfer gab, starben in diesem Winter bereits drei Menschen. Ende November brach sich ein Pensionist (79) am Semmering das Genick, am Stefanitag kam am Loser ein Student (20) unter einer Pistenraupe ums Leben - und nun die 41-jährige Slowakin auf der Riesneralm.
Kein Anstieg. Dennoch: Ein signifikanter Anstieg an Schiunfällen sei bisher nicht zu verzeichnen, heißt es sowohl beim Roten Kreuz Liezen als auch im Diakonissenkrankenhaus Schladming - eher sogar ein leichter Rückgang. Insgesamt verletzten sich in unserem Bundesland im Jahr 2007 etwa 7200 Wintersportler.
Zahl gesunken. Österreichweit ist die Zahl der getöteten Schi- bzw. Snowboardfahrer in der Vorsaison auf 34 (2006/07: 42 Tote) gesunken. Bei 14 Todesopfern wurde ein Herzinfarkt als Ursache diagnostiziert, acht starben nach einem Sturz, sechs nach einer Kollision mit einem Hindernis und sechs Personen waren mit anderen Wintersportlern zusammengestoßen. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit ist auch nur jede 20. Verletzung auf eine Kollision mit anderen Pistenbenützern zurückzuführen. Alleinunfälle sind da weit häufiger.
Oft auf leeren Pisten. Kollisionen ereignen sich jedoch laut Unfallchirurgen auffallend oft auf relativ leeren Pisten. Dafür endete im letzten Winter jeder vierte Zusammenstoß (mit Verletzung) mit Fahrerflucht eines Beteiligten. "Oft stellt sich die Verletzung erst im Nachhinein heraus", erklärt ein Alpinpolizist.










