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Zuletzt aktualisiert: 01.08.2009 um 14:24 UhrKommentare

Althaus rechnet mit zügigem juristischen Abschluss seines Schiunfalls

Der thüringische Ministerpräsident habe "gute Gespräche" mit dem Witwer der getöteten Frau über einen etwaigen Schadenersatz geführt. Grab der 41-Jährigen besucht.

Dieter Althaus

Foto © APDieter Althaus

Sieben Monate nach seinem schweren Ski-Unfall in der Obersteiermark rechnet der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus mit einem zügigen Abschluss der noch offenen juristischen Auseinandersetzungen. "Ich gehe fest davon aus, dass die Verhandlungen zügig, also noch in diesem Jahr, abgeschlossen werden", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag", auf die Frage, wann eine Einigung mit dem Witwer der bei dem Zusammenprall getöteten 41-Jährigen über Schadenersatz zu rechnen sei.

Die Gespräche mit dem Witwer würden gut laufen, fügte er hinzu. Man habe einander Briefe geschrieben, der Kontakt sei "freundschaftlich". Der Mann der getöteten 41-Jährigen wisse auch, dass Althaus bei seinem Österreich-Urlaub zum ersten Mal das Grab des Unfallopfers besucht habe. "Es war für mich sehr wichtig, dort beten zu können", wurde der 51-Jährige weiter zitiert. Nach dem Skiunfall am 1. Jänner sei er persönlich sensibler geworden, meinte der Politiker: "Der Unfall war ein Schub für mehr Sensibilität. Ich gehe jetzt noch mehr auf die Menschen in meiner Umgebung ein. Früher wurde ich schon mal ungeduldig, wenn Mitarbeiter nicht schnell genug Sachverhalte erfasst haben. Heute bin ich geduldiger." Vorwürfe, er habe nach dem Unfall zu wenig Mitgefühl gezeigt, wies der Ministerpräsident zurück: "Solche Vorwürfe kamen von Menschen, die mich nicht wirklich kennen. Beschuldigungen, ich würde nicht mit dem Herzen handeln oder mich inszenieren, sind unberechtigt." Bei seinem Skiunfall am Neujahrstag war Althaus in der Obersteiermark mit einer 41-jährigen Frau zusammengeprallt, die anschließend starb. Er selbst hatte schwere Kopfverletzungen erlitten und war Mitte April wieder in sein Amt als Ministerpräsident zurückgekehrt.


Fakten

Am 1. Jänner 2009 stößt der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus auf einer Schipiste in der Obersteier-mark mit der 41-jährigen Beata Christandl zusammen. Christandl stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus, In weiterer Folge verurteilt das Bezirksgericht Irdning Althaus wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.300 Euro. Er muss außerdem 5.000 Euro Schmerzensgeld an den Witwer Christandls zahlen.

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Bei dem Schiunfall kam eine Frau ums LebenFoto © AP

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