Hochwasseraufräumarbeiten: Wettlauf gegen den Schimmel
Die Entfeuchtungs-Techniker sind landesweit im Dauereinsatz.

Foto © APATrockenleguns-Profis sind nach dem Hochwasser stark gefragt
Nach dem Regen folgt nun das große Trocknen. "Die Telefone stehen bei uns seit Montagfrüh nicht mehr still", berichtet Christine Hartl von der Firma "Der Entfeuchter" in Feldkirchen bei Graz. Verzweifelte Hausbesitzer, deren Keller und Tiefgaragen am Wochenende unter Wasser standen, suchen Hilfe bei den Profis. Das Resultat: Nicht nur in Graz, wo am Samstag Katastrophenalarm ausgerufen wurde, sondern fast in der ganzen Steiermark und speziell auch im Bezirk Liezen sind die Trockenlegungs-Profis ausgebucht. Wer nicht schnell genug zum Hörer gegriffen hat, muss nun bis zu drei Wochen warten.
Die Entfeuchter nehmen zwar Aufträge an, müssen ihre Kunden aber oft auf einen späteren Termin vertrösten. "Die Anrufer sind verständlicherweise verzweifelt, wenn wir nicht sofort einen Techniker schicken können", so Hartl weiter. Vorgezogen werden Fälle, bei denen der Boden beschüttet ist und akut Schimmelbefall droht.
Aufstockung mit Leihpersonal
Bei der Grazer Firma "Eisbär Dry", wo es ebenfalls schon seit Wochenbeginn eine Warteliste gibt, stockt man nun wegen der dringenden Nachfrage mit Leihpersonal auf. Außerdem wird der Techniker, der normalerweise die Obersteiermark betreut, auch in die Landeshauptstadt abgezogen. "Besonders bitter sind die Fälle, in denen Kunden schon zum dritten Mal in diesem Jahr ihr Haus trockenlegen lassen mussten. Das trifft allerdings eher den Süden des Landes", meint Koordinator Martin Pirkmann. Die Firmen selbst schlagen sich übrigens auch mit einem Problem herum: Denn auch bei der Bestellung von neuen, zusätzlichen Entfeuchtungs-Maschinen bei den Herstellern gibt es Wartezeiten von mehreren Wochen. In Trieben haben nach dem Hagel auch die Dachdecker übervolle Auftragsbücher.








