"Jetzt Sanierung planen"
Bei der eisigen Kälte werden oft auch Pläne geschmiedet, wie man Haus und Hof gegen Minustemperaturen optimal schützt. Bei der Energie-Agentur gibt's Tipps und Tricks bis hin zu Förderungen.

Foto © Fotolia / Evelyn KobbenDie meisten Häuser haben jetzt eine Schneehaube am Dach. Wer richtig sanieren will, sollte nun mit der Planung starten
Manchen wird in diesen Tagen schon beim Blick auf die Wetterkarte kalt. Auch für die nächsten Tage sind eisige Temperaturen prognostiziert. Bei der Energie-Agentur Nord in Weißenbach bei Liezen, die von acht Gemeinden des Bezirkes gegründet wurde, beschäftigt man sich mit dem Thema Energie. Mit den Partnerbetrieben stellt man auch viele praktische Tipps und Tricks zur Verfügung. Nicht zuletzt jene, die mit Gesundheit zu tun haben. "Auch wenn es derzeit richtig kalt ist, sollte man nicht auf kurzes Stoß- und Diagonallüften verzichten", erklärt etwa der Rauchfangkehrermeister und Energie-Experte Harald Haidler. Ansonsten kann das Wohlbefinden empfindlich beeinträchtigt werden. "Wir haben Messungen durchgeführt, die zeigen, dass in gut isolierten Häusern, in denen wenig gelüftet wird, die Werte bezüglich Sauerstoff und Kohlendioxid derart im Grenzbereich sind, dass sich der Körper nicht mehr richtig regenerieren kann." Und: Diese abgestandene Luft lasse sich auch viel schwerer erwärmen, womit erst wieder ein erhöhter Energiebedarf einhergehe.
"Wichtig ist, nicht zu kippen, sondern nur kurz, aber dafür richtig durchzulüften, ohne dass die Wände abkühlen." Auch ein bis zwei Grad weniger Wärme machen enorm viel aus. "Jedes Grad Lufttemperatur erhöht die Heizkosten um sechs Prozent."
Licht im Förderdschungel
Für Ernst Nussbaumer, Geschäftsführer der Energie-Agentur, ist jetzt auch die beste Zeit, um eine thermische Sanierung für ein Gebäude zu planen. "Jetzt kann man oft noch bessere Konditionen heraushandeln, wenn man Aufträge an Firmen vergibt", erklärt er. In Sachen Förderungen gibt es bei der Energie-Agentur kostenlose Erstberatungen. "Wir haben im vergangenen Jahr 500 solcher Gespräche durchgeführt", erklärt Nussbaumer. Bis hin zum Lukrieren der Wohnbauförderung ist die Agentur behilflich. "Viele wissen nicht, wie viel Geld es für welche Maßnahme gibt. Bei uns kann man sich einen genauen Überblick verschaffen."
Die Agentur betreut auch die Energie-Modellregionen, die eine Versorgungs-Autarkie anstreben. Neben dem Ausseerland und dem Naturpark Steirische Eisenwurzen, die neu hinzugekommen sind, fehlen im Bezirk noch die Kleinregionen Gröbming und das Gesäuse. Die Modellregionen erhalten jeweils bis zu 100.000 Euro für diverse Energieprojekte.








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