Der "Gesäusezug" ist endgültig abgefahren
ÖBB stellen den Personenverkehr ab 1. September ein. Passagiere werden dann mit Bussen transportiert, das Angebot soll ausgeweitet werden.

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Schluss, aus und vorbei! Beim großen Gipfelgespräch zur Gesäusebahn am Montag in Graz ist genau das heraus gekommen, was alle befürchtet und Insider eigentlich erwartet hatten. Ab dem Herbst wird im Gesäuse der regionale Personenverkehr auf der Schiene eingestellt und durch Busse ersetzt. Die politischen Vertreter, die am Gespräch teilgenommen hatten, reagieren auf die Hiobsbotschaft zwar mehr oder weniger enttäuscht, aber nicht überrascht. Hintergrund: Die Einstellung des Bahn-Personenverkehrs ist durch den Verkehrsdienstvertrag zwischen Land und ÖBB gedeckt.
Verheerende Zahlen.
Und die Zahlen sind tatsächlich verheerend, wie auch Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder gestern im Gespräch mit der Kleinen Zeitung einräumte: "Der Betriebsabgang beträgt im Gesäuse derzeit 2,2 Millionen Euro und nur 3,5 Prozent davon sind durch Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf gedeckt." Klar ist Edlingers Aussage auch zu einer Kostendeckung durch das Land: "Da gibt es ein klares Nein. Ich kann einfach nicht zwei Millionen Euro pro Jahr für eine Bahnverbindung zahlen, in der pro Zug fünf bis 25 Menschen sitzen. Das wäre nicht effizient."
Von Bahn auf Bus.
Konkretes Ergebnis des Verkehrsgipfels: Ab dem Herbst soll der Personenverkehr im Gesäuse von der Bahn auf den Bus verlegt werden - mit verbessertem Angebot: So legte die Bahn bisher 220.000 Kilometer pro Jahr zurück, die künftigen Busverbindungen sollen auf 320.000 Kilometer ausgedehnt werden. Die Bahnverbindungen an Wochenenden und Feiertagen Richtung Wien bleiben aufrecht.
Für Edlinger-Ploder besonders wichtig: Sowohl die Kilometerleistung des Busnetzes, als auch die versprochene Ausstattung der Busse (behindertengerecht und für den Fahrradtransport ausgerüstet) sollen vertraglich mit den ÖBB langfristig vereinbart werden. Generell wirkt Edlinger-Ploder mit der Lösung zwar nicht gerade rasend glücklich, aber: "Für den Werktagsverkehr wird es sicher besser. Ich glaube das ist eine annehmbare Lösung."
Reaktionen.ESchluss, aus und vorbei! Beim großen Gipfelgespräch zur Gesäusebahn am Montag in Graz ist genau das heraus gekommen, was alle befürchtet und Insider eigentlich erwartet hatten. Ab dem Herbst wird im Gesäuse der regionale Personenverkehr auf der Schiene eingestellt und durch Busse ersetzt. Die politischen Vertreter, die am Gespräch teilgenommen hatten, reagieren auf die Hiobsbotschaft zwar mehr oder weniger enttäuscht, aber nicht überrascht. Hintergrund: Die Einstellung des Bahn-Personenverkehrs ist durch den Verkehrsdienstvertrag zwischen Land und ÖBB gedeckt.
Verheerende Zahlen.
Und die Zahlen sind tatsächlich verheerend, wie auch Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder gestern im Gespräch mit der Kleinen Zeitung einräumte: "Der Betriebsabgang beträgt im Gesäuse derzeit 2,2 Millionen Euro und nur 3,5 Prozent davon sind durch Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf gedeckt." Klar ist Edlingers Aussage auch zu einer Kostendeckung durch das Land: "Da gibt es ein klares Nein. Ich kann einfach nicht zwei Millionen Euro pro Jahr für eine Bahnverbindung zahlen, in der pro Zug fünf bis 25 Menschen sitzen. Das wäre nicht effizient."
Von Bahn auf Bus.
Konkretes Ergebnis des Verkehrsgipfels: Ab dem Herbst soll der Personenverkehr im Gesäuse von der Bahn auf den Bus verlegt werden - mit verbessertem Angebot: So legte die Bahn bisher 220.000 Kilometer pro Jahr zurück, die künftigen Busverbindungen sollen auf 320.000 Kilometer ausgedehnt werden. Die Bahnverbindungen an Wochenenden und Feiertagen Richtung Wien bleiben aufrecht.
Für Edlinger-Ploder besonders wichtig: Sowohl die Kilometerleistung des Busnetzes, als auch die versprochene Ausstattung der Busse (behindertengerecht und für den Fahrradtransport ausgerüstet) sollen vertraglich mit den ÖBB langfristig vereinbart werden. Generell wirkt Edlinger-Ploder mit der Lösung zwar nicht gerade rasend glücklich, aber: "Für den Werktagsverkehr wird es sicher besser. Ich glaube das ist eine annehmbare Lösung."
Eine Aussage, die sich auch durch die Reaktionen fast aller Betroffenen zieht. SP-Abgeordneter Ewald Persch: "Ich habe immer klar gesagt, dass für mich eine Mischung aus Bahn und Bus die optimale Lösung gewesen wäre. Mir ist aber völlig klar, dass das Land nicht zwei Millionen Euro pro Jahr zuschießen kann." Voll hinter Edlinger-Ploder steht Persch, was die vertragliche Festschreibung der Busverbindungen betrifft: "Es ist sehr sinnvoll, das zu fixieren. Uns wurde versprochen, dass alle Busse behindertengerecht ausgestattet sind und auch Fahrräder transportieren können. Das muss flächendeckend passieren."
Reaktionen. Eine Aussage, die sich auch durch die Reaktionen fast aller Betroffenen zieht. SP-Abgeordneter Ewald Persch: "Ich habe immer klar gesagt, dass für mich eine Mischung aus Bahn und Bus die optimale Lösung gewesen wäre. Mir ist aber völlig klar, dass das Land nicht zwei Millionen Euro pro Jahr zuschießen kann." Voll hinter Edlinger-Ploder steht Persch, was die vertragliche Festschreibung der Busverbindungen betrifft: "Es ist sehr sinnvoll, das zu fixieren. Uns wurde versprochen, dass alle Busse behindertengerecht ausgestattet sind und auch Fahrräder transportieren können. Das muss flächendeckend passieren."
"Nicht anders erwartet". Resignierendend klingt die Reaktion von Ludwig Wolf, Bürgermeister von Johnsbach: "Ich hab nichts anderes erwartet, aber von Landesseite war wohl auch nichts anders machbar." Wolf kritisiert das Verhalten der ÖBB: "Es fehlt an der Bereitschaft mit den Leuten zu kommunizieren. Dass die Bahn ideenlos arbeitet, ist gar keine Frage." So seien viele Straßen im Gesäuse gar nicht für den Busverkehr ausgerichtet. Außerdem müsste der Winterdienst entsprechend umgestellt werden. Wolfs Fazit: "Die ÖBB sind so starr wie ihre Schienen."
Negativ. reagierte Lambert Schönleitner von den Grünen: "Das ist eine schlechte Nachricht für die Obersteiermark. Ich bin von der Visionslosigkeit der Verkehrslandesrätin schockiert."
Der nächste wichtige Termin steht am 9. Juli in Hieflau an. Da findet eine regionale Fahrplankonferenz statt, bei der die Bürgermeister ihre Wünsche und Anregungen einbringen sollen.
Features
Spruchreif
"Über die Buslösung möchte ich dann bis zum Jahr 2025 nicht mehr diskutieren müssen."
Odo Wöhry, VP-LAbg., wünscht sich ebenfalls eine langfristige, vertragliche Absicherung
Aus meiner Sicht ist das eingetreten, was befürchtet wurde.
Lambert Schönleitner (Grüne), kann der Lösung nichts abgewinnen
Es ist ganz klar, dass man einen Zug nicht führen kann, wenn keiner damit fährt.
Ludwig Wolf, Bgm. Johnsbach
Fakten
Drei Regionalbahnstrecken haben in der Steiermark den Personenverkehr eingestellt. Die Trasse Mürzzuschlag-Neuberg wurde zu einem Radweg. Zwischen Trofaiach und Vordernberg Markt wurde der Verkehr vor acht Jahren still gelegt. Von Leoben nach Hieflau gibt es nur noch Güterverkehr. Betrieben werden die Strecken Spielfeld-Radkersburg und Fehring-Friedberg.









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