Dieser Sieg glänzt fast so schön wie das WM-Gold
Nach dem Erfolg im Ötztal geht Gernot Schwab mit frischem Mut in den nächsten Bewerb. Der ist ausgerechnet in Latsch...
Zunächst eine bittere Erfahrung: Auch ein Doppel-Weltmeister hat ein Nervenkostüm, das nicht unverwundbar ist und an dem nicht alles abprallt. Gewinnt er nicht mehr? Warum ist der Weltmeister so langsam? "Diese Stimmen und andere blöde Gerüchte konnte ich schon nicht mehr hören", schnauft Gernot Schwab, regierender Doppel-Weltmeister, aber seit März 2006 im Weltcup ohne Sieg. Heuer begann die Saison mit den Rängen drei und fünf auch nicht gerade nach Wunsch.
Nachtschicht. Aber dann das Comeback: Am Wochenende in Umhausen konnte der Irdninger endlich wieder gewinnen. "Einer meiner schönsten Siege", strahlte der 29-Jährige im Ötztal, "fast schwieriger als der WM-Titel, weil die Konkurrenz derzeit so eng beisammen liegt." Dabei hatte es wieder nicht programmgemäß begonnen, das erste Training war "eine Katastrohe" (Schwab) und brachte nur Rang zehn. Da legte Schwab mit Papa Anton wieder eine der berüchtigten Nachtschichten in der Bastel-Werkstatt ein - und die lahme Rodel wurde mit ein paar Tricks aus dem Hause Schwab wieder zum Sieger-Schlitten.
Kein Ausruhen. Ausruhen gibt es jetzt aber trotzdem nicht. Schon morgen bricht Schwab mit dem Österreicher-Tross nach Italien auf, wo am Wochenende in Latsch der nächste Weltcup gefahren wird. "Das ist die Heim- und Trainingsstrecke der Südtiroler. Es wäre wichtig, ihnen dort wieder etwas vorzulegen", grinst der Ennstaler. In Umhausen war der Weltcup zuletzt wieder fast wie ein "Ländermatch" zwischen Nord-Tirol und Süd-Tirol. Ganz vorne halt ein Obersteirer.







