Der goldene Landregen
Nach dem Titel: Khoddam-Hazrati fährt zur Jungpferde-WM.
REITSPORT. "Bin Fünfte momentan, aber es ist noch was drinnen", schrieb Katrin Khoddam-Hazrati in einer SMS nach ihrem Geländeritt bei der Staatsmeisterschaft. Hat es die Reiterin vom RC Leoben geahnt, dass sie am Ende ganz oben stehen würde? Tags darauf holte sich die gebürtige Kärntnerin in Wiener Neustadt mit ihrem fehlerlosen Parcoursritt nämlich Platz eins und krönte sich damit zur Staatsmeisterin der Vielseitigkeit. Zum ersten Mal.
Antwort auf Kritik
Hazrati konnte es im ersten Moment nicht glauben. "Wir waren alle so eng beisammen. Nur ein kleiner Fehler hätte ausgereicht, um im Niemandsland zu landen", sagt sie. Der Titel ist Hazratis größter Erfolg ihrer noch jungen Karriere. "In einer Reihe mit Harald Ambros zu stehen, ist schon eine schöne Sache", meint sie glücklich. Vor allem die Tatsache, dass sie den Sieg auf "Landregen" holte, macht den Erfolg so besonders. "Viele haben mich dafür kritisiert, mir dieses Pferd zuzulegen. Jetzt habe ich die Kritiker vom Gegenteil überzeugt. Landregen ist ein ganz tolles Pferd."
Die Rechnung ist voll aufgegangen, auch wenn die Enttäuschung nach der Dressurprüfung groß war. "Ich hatte kein schlechtes Gefühl, aber mit Platz sieben kann ich nicht zufrieden sein", gibt sich die Irdningerin selbstkritisch. Eine Möglichkeit, ihr "schlechtes" Dressur-Ergebnis wieder gut zu machen, hat sie bei der Jungpferde-WM in Frankreich, bei der sie mit "Bluegirl" an den Start geht.
Aufzeigen konnte ein weiterer Reiter aus dem Ennstal: Springreiter Alfred Greimel sicherte sich in Andritz den ersten Platz in beiden M-Bewerben sowie den Sieg im S-Springen. Der Coup gelang ihm auf "Sherrie". Sein heißes Eisen "Albatros" wurde für das internationale Turnier in Piber geschont. MARTIN MANDL








