24 Stunden ging es in Irdning rund
2000 Teilnehmer liefen in Irdning beim 24-Stunden-Lauf für den guten Zweck. Die Hitzeschlacht im Einzelbewerb gewannen Pauline Mooshammer und Georg Mayer.

Foto © GEPAGeorg Mayer und Pauline Mooshammer, die Sieger des 24-Stunden-Bewerbs jubelten wohl auch über das Ende der Strapazen dieser Hitzeschlacht
Ganze 24 Stunden durchzulaufen, ist schon eine sehr große Herausforderung. Wenn es dabei noch Temperaturen jenseits der 33-Grad-Marke hat, dann wird das zum mörderischen Unterfangen. "Die Hitze war diesmal keine Herausforderung, sondern einfach nur brutal", bringt es Harald Scherz auf den Punkt. Zum 22. Mal organisiert er die Ultra-Laufveranstaltung, gegen die sich selbst ein Marathon wie ein Spaziergang ausnimmt: Mehr als 268 Kilometer hat der bisher beste Einzelläufer heruntergespult. "Da gehört schon viel Einteilung dazu. Wenn es so heiß ist, müssen tagsüber Kräfte gespart werden, um in der kühleren Nacht Kilometer machen zu können", weiß Scherz.
Wird es wieder wärmer, hilft nur trinken. "Jeder hat da einen anderen Rhythmus, aber manche trinken zehn Liter und mehr." Auch die Unterstützung entlang des 2,2 Kilometer langen Rundkurses dürfte helfen: Etwa alle 50 Meter haben sich Fangruppen mit Tröten, Trommeln und sogar einer Tuba zusammengefunden. Rund 12.000 Besucher haben heuer wieder für Furore gesorgt. Die treuesten Fans waren dennoch die Rundenzähler: Sie registrieren - der technischen Zeitnehmung zum Trotz - aus Sicherheitsgründen noch einmal händisch, wann ein Läufer den Rundkurs abgeschlossen hat. Und sie sorgen für mentale Unterstützung in der Nacht, wenn den Fans die Feierlaune vergangen ist.
2000 sind auf der Strecke
2000 sind es übrigens, die sich diesmal auf die Strecke gewagt haben. Nicht alle laufen 24 Stunden, auch Megastaffeln sind in Irdning dabei. Dorthin ist man vor zwei Jahren übersiedelt. "Platzgründe waren der Grund, dass wir von Wörschach weggegangen sind. In Irdning verteilt sich alles besser", so Scherz mit Blick auf das Rahmenprogramm, aber auch die Zelte, Wohnwägen und Labestationen, die die Läufer selbst mitbringen. Das Gelände gleicht einem riesigen Containerdorf. Manche richten sich mit Stromaggregat bereits Tage vor dem Lauf häuslich ein.
Für Scherz hat die Veranstaltung auch eine wichtige menschliche Komponente. "Wir sind ein Benefizlauf und haben in den vergangenen Jahren bereits 400.000 Euro gespendet. Wir sollten nicht fragen, was der Mensch sportlich leistet. Wichtiger ist: Was leistet der Sport menschlich?"










