Zwei Brüder ballern für das Überraschungsteam
Rückblende zum Beginn der 90er-Jahre: Am Feuerwehrparkplatz in Frauenberg bei Ardning steht ein dreijähriger Stoppel, dem sein Bruder eintrichtert, wie man den Ball ins Tor befördert.

Foto © GEPA/Sujet
Das Tor besteht aus einem "Schragerl", wie man es am Bau verwendet.
"Leicht hat er es mit mir nicht gehabt", lacht Philipp Schnabl (23) zwei Jahrzehnte später, und sein jüngerer Bruder Jakob (19) grinst. Das Toreschießen haben beide inzwischen gelernt: Mit je einem Treffer beim 3:2-Auswärtssieg in Köflach hielten sie Irdning an der Tabellenspitze. Das soll auch so bleiben. "Wir gewinnen gegen Anger" sagen sie. Mit einer Selbstsicherheit und Selbstverständlichkeit, die nicht aufgesetzt ist. Seit bei Philipp die Lockerheit zurückgekehrt ist, trifft der Stürmer wieder: "Vielleicht hab' ich bei Bad Aussee und im ersten Jahr nach meiner Rückkehr zu viel gewollt", weiß er selbst. Dass Irdning selbst für die eigenen Fans völlig überraschend die Tabellenspitze erobern konnte, liegt auch daran, dass neben den Spitzen Philipp Schnabl und Michael Schwaiger, eine ganze Reihe von Spielern Tore schießen kann. Wie Jakob Schnabl. "Philipp war schon immer der typische Stürmer, ich der Mittelfeldspieler. Aus der zweiten Reihe vorzustoßen und zu schießen, liegt mir einfach mehr", sagt Jakob.
Logisch, dass der Herbstmeistertitel "gscheit" gefeiert würde. Etwas besonderes haben sie sich für den Fall des Meistertitels im Frühjahr ausgedacht: Dann ist eine Wallfahrt zu einer bekannten Wallfahrtskirche fällig: Nach Frauenberg, wo sie schon als Ministranten nach der Kirche Fußball gespielt haben.
Bruck und KSV
Weniger locker geht es derzeit beim SC Bruck zu. Die verkorkste Herbstsaison will man am Samstag mit einem Heimsieg gegen Großklein positiv ausklingen lassen. Die KSV Amateure empfangen am Sonntag den SV Pachern.








