Das große Derby mit kleinem Nebenschauplatz
Irdning hat das Heimspiel gegen Kapfenbergs Amateure geschickt angesetzt - legitim, für Wieger aber "ärgerlich".

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Nichts wird's mit dem Daumendrücken beim Derby: Statt mit der Kapfenberger Bundesliga-Mannschaft im Duell gegen Sturm mitzufiebern (Samstag, 18 Uhr), müssen sich die Amateure des KSV in Irdning ihrer eigenen Haut erwehren (Samstag, 19 Uhr).
Zufall ist der fast gleichzeitige Beginn nicht: Praktisch alle Gegner der Kapfenberger setzen ihre Heimspiele so an, dass die Jungfalken möglichst wenig Spieler aus der Bundesliga einsetzen können. "Natürlich wäre der Freitag-Termin für die Zuseher und die Regeneration der Spieler besser. Aber da machen wir eine Ausnahme und spielen am Samstag", gibt Irdning-Trainer Andreas Schmid zu. Er will alles unternehmen, damit seine Mannschaft voll punktet. Bei Irdning fehlt Hannes Wallner nach Gelb-Rot im letzten Spiel, für ihn kommt der 18-jährige David Pötsch zum Einsatz. Schmid rechnet übrigens doch mit einigen Bundesliga-Kickern: "Pavlov ist ein heißer Kandidat, Schönberger auch, und bei Wieger hoffe ich, dass er als Manager unbedingt zum Derby muss." Auch der junge Ex-England-Legionär Georg Krenn wird wohl in Irdning einlaufen.
Wieger selbst kann das noch nicht bestätigen. Auch die Aufstellung der Landesliga-Elf sei Sache von Cheftrainer Werner Gregoritsch. "Ich spiele gerne in der Landesliga. Aber wenn er mich beim Derby braucht, bin ich dort", meint der 37-Jährige.
Kein Verständnis
Dass die Partie in Irdning parallel zum Derby angesetzt ist, gefällt Wieger gar nicht: "Natürlich ist das legitim, aber das ist doch nicht im Sinne des steirischen Fußballs. So können wir unsere Jungen nicht auf die Ersatzbank setzen und die Fans fallen auch um ein Spiel um. Vielleicht würden ja auch Irdninger zum Sturm-Match fahren? So oft sieht man nicht 10.000 Fans in der Obersteiermark", glaubt Wieger. "Für solche Aktionen fehlt mir das Verständnis. Haben alle Angst vor uns? Geht es um die Champions League? Das ist doch nur die Landesliga", wundert sich der Stürmer.







