"Alaska pur" in der Obersteiermark
Das perfekte Abenteuer im Winter: einmal selbst Schlittenhundeführer sein!

Foto © APA/KornbergerHusky-Fans kommen in der Kaiserau auf Ihre Rechnung!
20 Minuten Alaska pur, mit den Schlittenhunden
durch die Natur, der Fahrtwind fegt um die Ohren und das in der
verschneiten Obersteiermark - hört sich an wie ein frommer Wunsch,
aber für tausende winterfeste Husky-Fans wurde das bereits Realität:
Sieglinde Herzmaier bietet mit ihrem "Checkpoint Adventure Team" seit
zwei Jahren Schlittenhundefahrten für jedermann an.
Schlittenhundeführer.
Bevor das erste "Hike" jedoch ertönen kann, gibt es die Einweisung
für jene, die selbst Musher - also Schlittenhundeführer - sein
wollen: Die "Drag Pads", Bremsmatten, zum leichten Daraufsteigen,
wenn es zu schnell wird, die Außenkufe entlasten, wenn es in die
Kurve geht und die Krallenbremse, wenn Anhalten angesagt ist. "Da
steht er dann aber wirklich", verdeutlichte Andi Zeumer mit einer
ruckartigen Bewegung und einem breiten Grinsen. Der Irdninger ist
einer aus Herzmaiers Team, der sein Hobby zum Nebenerwerb gemacht
hat. Von Beruf ist er OP-Helfer, in der Freizeit lebt er für seine
zehn Huskys.
40 Huskys.
Mit rund 40 Vierbeinern ist das Team auf die Kaiserau gereist, um
dort den angehenden Mushern in der vorbereiteten Loipe die ersten
Schlittenfahrten zu ermöglichen. Aufgeregt und voller Eifer bellen
und jaulen die plüschigen Huskys. Eine Warnung noch bevor es losging:
"Wenn ihr anhalten müsst, dann nie von der Bremse steigen, denn
sobald der Widerstand weg ist, starten die Hunde wieder durch. Sie
sind ja wahnsinnig, die wollen immer laufen", so Zeumer. Dann werden
die Rückhaltungen losgebunden, das für die Hunde erlösende Kommando
"Hike" und ab geht's.
Mit dem Schlitten über die Loipe.
Mit rund 20 km/h glitt der Schlitten über die Loipe - gezogen mit
der Kraft von jeweils vier Huskys. Um Stürze in den Kurven zu
vermeiden, muss der Musher mitdenken und -arbeiten. Geht es hinauf,
sollte der Mensch laut Zeumer "mitantauchen", schließt man auf den
Vordermann auf, muss man etwas bremsen. Zum Schluss waren nicht nur
die Vierbeiner, sondern auch die Musher-Anfänger außer Atem. Aber
schon nach zehn Minuten waren die Huskys wieder fit für die nächste
Runde - im Gegensatz zum Freizeit-Musher.
Hauch von Alaska. Bis zu 3.000 Schlittenhundfreunden erfüllt Herzmaier mit der Fahrt
durch den Schnee pro Wintersaison den Wunsch von einem Hauch Alaska.
Die vierbeinigen Laufwunder legen dabei insgesamt rund 3.500
Kilometer zurück - und das ohne Konditionsprobleme, denn schon im
Herbst beginnt mit sogenannten Quads das Trockentraining vor der
Wintersaison. Im März seien die Huskys dann schon merklich etwas
müder, aber immer noch arbeitswillig. Im Sommer heißt es dann nur
noch Spiel und Spaß im Freigehege, denn wenn die Temperaturen auf
über 15 Grad steigen, streikt der Husky: "Das Fell ist da einfach zu
dick", erklärte Zeumer.







