Hotel "Wasnerin" wird als Familienbetrieb reanimiert
Zwei internationale Betreibergruppen sind am Ausseer Viersterne-Hotel Wasnerin gescheitert. Jetzt versucht man es mit persönlichen Gastgebern.

Foto © Christian HuemerSegelt unter neuer Flagge: Im Hotel Wasnerin soll ein persönlicher, individueller Führungsstil gelebt werden
Die Wasnerin ist nicht nur eines der traditionsreichsten Hotels der Steiermark, sondern mit 180 Betten auch eines der größeren im Bezirk. Sowohl die Falkensteiner-Gruppe aus Südtirol als auch die deutsche Lindnergruppe sind dort aber als Betreiber gescheitert. Am Mittwoch haben die Eigentümer das neue Führungsduo vorgestellt: Davor und Petra Barta. Die Hotelfachfrau, die mehrere Jahre im Steirerhof in Bad Waltersdorf tätig war, soll mit ihrem Gatten dem Haus einen individuellen und persönlichen Führungsstil verleihen. "Wir haben Untersuchungen gemacht, internationale Ketten können ihre Vorteile in der Region einfach nicht ausspielen", erklärte Eigentümervertreter Romuald Bertl. Mit dem Direktionsehepaar, das im Hotel einziehe und die Funktion von Gastgebern rund um die Uhr lebe, will man quasi Familienbetriebs-Flair ins Hotel bringen.
Vierstern-Superior
Zusätzlich soll das Angebot in Richtung Wellness ausgebaut werden: "Wir investieren heuer jedenfalls noch einmal eine Million Euro. Die Zimmer werden adaptiert, der Wellnessbereich etwa um eine Salzgrotte erweitert." Auch neue Mitarbeiter werden dafür ab sofort gesucht. Das Ziel nach dem Ausbau: Kategorisierung als Vierstern-Superior.
Ein wenig desillusioniert wirkte gestern Otto Lindner, Vorstand der gleichnamigen Gruppe, die sich nach rund vier Jahren aus dem Ausseerland wieder verabschiedet hat. Er erklärt auch, warum der Direktor so oft gewechselt wurde. "Es war das intensive Bemühen, diesen Betrieb erfolgreich zu machen. Der gewünschte Erfolg hat sich in diesem Haus aber nicht eingestellt."








