Hilfe bei Internetbetrug
Über das Internet locken dubiose Firmen mit "Gratis"-Angeboten, dann folgt aber eine Rechnung. Die Arbeiterkammer hilft Betroffenen.

Foto © Ana Blazic - FotoliaInternetbetrug boomt: Dubiose Firmen versuchen mit Abzocke-Angeboten zu Geld zu kommen. Die Arbeiterkammer hilft Betroffenen
Die Masche ist meist die gleiche: Über attraktiv gestaltete Internetseiten werden angeblich Gratis-SMS, Spiele, Rezepte, Tattoovorlagen, Gedichte, Lebensprognosen und vieles mehr angeboten. Die Kostenhinweise hingegen werden von den Abzocke-Firmen mehr oder weniger versteckt.
In der Hektik, mit der die meisten Menschen Internetseiten überfliegen, übersehen sie oft diese Preisangaben. Einige Wochen später folgt dann die böse Überraschung: Eine Rechnung flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung ablehnt, wird sofort mit einem Rechtsanwalt gedroht. Viele Internetnutzer lassen sich von den Drohungen einschüchtern und bezahlen die Rechnung. Auch in den Arbeiterkammer-Regionalstellen im Ennstal ist man immwer wieder mit solchen Fällen konfrontiert und hilft Opfern, die auf Internetbetrüger hereingefallen sind. "Betroffene können sich in der zuständigen AK-Regionalstelle oder über unseren Internet-Ombudsmann beraten lassen", erklärt Herbert Puschl, Mitarbeiter der AK Steiermark. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, rät Puschl, einen Blick auf die "Watchlist" des Ombudsmanns unter www.ombudsmann.at zu werfen, denn dort sind alle bekannten Internet-Abzockeseiten und Tipps zur sicheren Internetnutzung aufgelistet.
Hat man eine Rechnung doch bezahlt, empfiehlt Puschl, einen vom Ombudsmann vorbereiteten Musterbrief für einen Vertragsrücktritt zu verwenden. "Alle angeführten rechtlichen Argumente können unverändert übernommen werden", so Puschl. Den Aufgabeschein und eine Kopie des Schreibens soll man auf jeden Fall aufbewahren.







