Dubiose Gewinnversprechen flattern als "Bescheid" ins Haus
Die Arbeiterkammer rät, das Schreiben nicht zu beachten.

Foto © PliemDas Schreiben hat auf den ersten Blick amtlichen Charakter - dahinter steckt aber nichts anderes als Datenklau
Da staunte ein Pensionist aus Bad Mitterndorf nicht schlecht, als ihm diese Woche ein "Wichtiger Bescheid" ins Haus flatterte. Noch dazu, bereits am Umschlag ersichtlich, anscheinend einzeln geprüft und die Überprüfung mit blauer Unterschrift bestätigt, während sonst der gesamte Brief in schwarzer Schrift gehalten ist.
Insgesamt ähnelt der Brief von der Optik täuschend einem offiziellen amtlichen Schreiben. Der Brief selbst erhielt dann einen Gewinn-Zulassungsbescheid. Exakt 833,33 Euro sollte der Pensionist im Falle eines Gewinnes erhalten, insgesamt wird der Wert mit 100.000 Euro beziffert. Zur offiziellen Bestätigung der Gewinnberechtigung musste man sich nur noch auf einer kostenlosen Hotline registrieren lassen.
"Das Schreiben stammt zwar von einer österreichischen Firma aus Vorarlberg Ich bin aber bald stutzig geworden", erzählt der Pensionist. Zu Recht. "Solchen Firmen geht es in erster Line darum, an die Daten der Leute zu kommen", weiß Guido Zeilinger vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer.
Oft ist der Hauptzweck, im Telefongespräch zur Zertifikatsbestätigung das Einverständnis des Teilnehmers zur Zusendung von Werbematerial zu ergattern. Die folgende Ausschlachtung des Datenmaterials in einem Werbepool kann lästig werden. Schlimmer ist es, wenn es in dem Gespräch Kontonummer und Bankverbindung zur Auszahlung eines eventuellen Gewinnes angegeben werden.
Zeilinger: "Wenn man auf ein Konto etwas einzahlen kann, kann man mit Tricks auch unrechtmäßig etwas abbuchen. Und wenn das Geld einmal weg ist, viel Spaß beim Zurückfordern." Innerhalb einer gewissen Frist ist das zwar über die Bank möglich, dazu muss man die Geldbewegungen auf seinem Konto aber stets im Auge haben. Was tun mit dem Bescheid? Zeilinger: "Nehmen und in den Papierkorb werfen."







