Vonn sucht einen Mann für Riesch
Lindsey Vonn geht als große Favoritin in die Abfahrt in Haus. Am Donnerstag tat sie ihren Unmut über die ÖSV-Trainer kund. Außerdem will sie unbedingt ihre Freundin Maria verkuppeln.

Foto © APA"Ich will einen Mann für meine Freundin Maria Riesch finden"
Sie gilt als die kompletteste und beste Abfahrerin der Welt, gewann auch die beiden ersten Rennen in diesem Winter. Am Freitag, beim Ersatzrennen für Val d´Isere in Haus, soll der dritte Streich folgen. Am Donnerstag war der Bewerb für die 25-Jährige nur am Rande ein Thema. Für alle Anwesenden sichtbar wanderten ihre Augen etwas unruhig durch den Zielraum: "Ich schaue nicht nur hier, sondern in jedem Zielraum und auch in den Städten, wo wir Station machen. Ich will einen Mann für meine Freundin Maria Riesch finden." Auf die Frage, ob das ihr Ernst sei, meinte Lindsey fast empört: "Natürlich, es ist aber nicht so wichtig, wie er aussieht, sein Charakter muss stimmen." Maria reagierte überrascht: "Wir reden zwar ab und zu über Männer, aber das kann sie gleich lassen. Ich hab´ keine Zeit für einen Freund."
Größen-Vorteil
Noch mehr als die Kuppelei beschäftigten das US-Girl die, wohl nicht so gemeinten, Aussagen der österreichischen Trainer. Die erklärten, dass die Strecke im Ennstal wie geschaffen für große Damen mit ein bisschen zusätzlichem Gewicht sei. "Das ist ja nichts Neues, in den Speed-Disziplinen bist du mit einigen Kilos und Zentimetern mehr im Vorteil", bestätigten auch Liz Görgl, Anna Fenninger & Co., "aber das allein reicht nicht, du musst auch sehr gut Schifahren, nur dann kannst du gewinnen." Lindsey picke sich aber nur die Passage mit den Kilos heraus: "Es ist ganz schön blöd, dass die österreichischen Trainer von mir sagten, ich sei Übergewichtig. Am Freitag werde ich ihnen zeigen, wie schnell ein übergewichtiges Mädchen fahren kann."
Und das wieder mit einem Herren-Schi: "Für den brauchst du mehr Kraft, da er sich schwerer drehen lässt. Aber wenn er einmal auf Kurs ist, ist er viel stabiler als ein Damen-Modell." Die ersten Fahrten mit den Männer-Latten absolvierte die Zweite im Gesamt-Weltcup im September beim Training in Chile: "Es passierte spontan, ich dachte, ich probiere es einmal. Nach einigen Tagen hatte ich ein richtig gutes Gefühl und beschloss - die fahre ich in den Speed-Disziplinen." Fast wieder okay ist ihre, beim Sturz in Lienz, verletzte linke Hand: "Sie macht mir nur noch beim Abstoßen am Start ein bisschen Probleme. Aber mit der neuen Schiene geht es ganz gut."










