Garteln, wo einst die Jesuiten Hand anlegten
Auf drei Terrassen werden 200 unterschiedliche Pflanzen kultiviert. Beim Sölker Gartentag am Samstag gibt's Einblicke in die grüne Welt.

Foto © Naturpark SölktalerDer Jesuitengarten ist eine Besonderheit im Naturpark Sölktäler
SÖLKTAL. Der Sölker Jesuitengarten, direkt beim Schloss Großsölk gelegen, stellt eine besonderheit im Naturpark dar: Auf drei sonnigen Steinterrassen werden über 200 unterschiedliche Pflanzen kultiviert, darunter auch alte alte Kräuter- und Gemüsesorten. Offiziell eröffnet wird die Gartensaison beim mittlerweile fast schon traditionellen Sölker Gartentag, der vor acht Jahren ins blühende Leben gerufen wurde.
Übermorgen Samstag ist es wieder soweit: Von 10 bis 16 Uhr gibt es interessante Infos rund ums Garteln, das "Fachpublikum" kann sich untereinander austauschen, gegenseitige gute Tipps färben den ohnehin schon grünen Daumen noch grüner. Weil Gartenarbeit bekanntlich durstig macht, steht Abhilfe in Form von Kräuterbier, hergestellt von Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule Gröbming, zur Labung bereit. Wer möchte, kann auch Jungpflanzen, Samen und Kräuterprodukte erwerben. außerdem werden während des ganzen Tages Führungen durch den Lehr- und Schaugarten angeboten. Um 14 Uhr gibt's im Schloss Großsölk einen Vortrag von Gerhard Schoßmaier zum Thema "Homöopathische Hausapotheke". Geöffnet hat auch die Sonderausstellung "Gold der Almen", die sich um den Steirerkas dreht.
Historische Quellen belegen, dass der noch heute existierende Garten bereits im 17. Jahrhundert von Jesuiten geführt wurde, vermutlich ist das Gelände auch davor schon als Garten genutzt worden. Heute ist der Garten im Besitz der Familie Gödl, der verein Naturpark Sölktäler ist Pächter, und eine engagierte Gruppe von Gartenfreunden betreibt den Jesuitengarten liebevoll.








