Eine Stimme Überhang
Der Gaishorner Bürgermeister wurde mit 8:7 Stimmen gewählt.
Die Fronten in Gaishorn sind spätestens seit der gestrigen konstituierenden Sitzung eindeutig: Bürgermeister Karl Pusterhofer (ÖVP) hat von SPÖ und Bürgerliste nicht mit großem Wohlwollen zu rechnen - und umgekehrt.
Pusterhofer wurde nur mit den sieben Stimmen seiner Fraktion und dem FPÖ-Einzelkämpfer Karl Krump zum Bürgermeister gewählt. Von den 15 Gemeinderäten votierten somit acht für und sieben gegen Pusterhofer, der sich damit in weiterer Folge nicht auf eine stabile Mehrheit verlassen kann.
Überraschend kandidierte auch Werner Haberl (SPÖ) für das Amt des Ortschefs und wurde von den drei Mandataren der Bürgerliste mitgewählt, ergab sieben Pro- und acht Kontrastimmen. Karl Krump wurde ebenfalls mit 8:7 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt, drittes Vorstandsmitglied und Gemeindekassier wurde SPÖ-Mann Werner Haberl. Die ÖVP-FPÖ-Koalition dürfte ihn im Gegensatz zur Bürgerliste nicht mitgewählt haben, da aber das Vorschlagsrecht bei der Fraktion liegt, konnte seine Bestellung nicht verhindert werden.
Nervös
Bürgermeister Karl Pusterhofer wirkte sichtlich nervös und wollte seine Wahl möglichst rasch über die Bühne bringen. Kaum waren seine Stimmen ausgezählt, stellte er fest: "Damit bin ich zum Bürgermeister gewählt und ich nehme die Wahl an." Bezirkshauptmann Josef Dick musste erst daran erinnern, dass noch eine Kandidatur vorliegt, über die ebenfalls abzustimmen ist.
In seiner Antrittsrede meine Pusterhofer, dass "der Umgang miteinander zu verbessern ist", der Bezirkshauptmann erteilte den Ratschlag, "an der Kommunikation in der Gemeinde zu arbeiten". Karl Krump betonte: "Des Bürgers Wohl ist oberstes Gesetz" und erklärte auch, dass in der Gemeinde keine "Vogel-Strauß-Politik betrieben werden darf". Bekanntlich gibt es Turbulenzen bei der Finanzgebarung, die Gemeindeaufsicht hat nach Beschwerden des Gemeindekassiers und des Prüfungsausschusses eine Prüfung eingeleitet.








