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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2009 um 18:15 UhrKommentare

Viele Missverständnisse und schlechte Stimmung

Im Gaishorner Gemeinderat geht es schon seit einigen Wochen drunter und drüber. Mitunter findet sogar der Bürgermeister keine Mehrheit.

Der Gaishorner Bürgermeister Karl Pusterhofer

Foto © Christian HuemerDer Gaishorner Bürgermeister Karl Pusterhofer

Gaishorn ist ein schöner Ort - im Gemeinderat dürfte es aber mitunter etwas turbulent zugehen. Mehrmals in den vergangenen Wochen ist es bei Abstimmungen zu eher ungewöhnlichen Szenen gekommen. Entweder haben Gemeinderäte die Sitzung verlassen, sodass man nicht mehr beschlussfähig war. Auch eher aus der Norm: Bürgermeister Karl Pusterhofer (ÖVP) hat Punkte zur Abstimmung gestellt, bei denen ihm seine eigenen Leute, die mit acht Mandaten die Mehrheit im Gemeinderat stellen, die Zustimmung verweigert haben. "Die Stimmung ist jedenfalls denkbar schlecht", erklärt Werner Haberl, SPÖ-Fraktionsvorsitzender. "Der Bürgermeister macht in Gaishorn eine One-Man-Show, es gibt keine Informationen und damit auch keine konstruktive Zusammenarbeit. Das Klima ist einfach unerträglich." Heinz Dominici, einst mit Pusterhofer im Boot und derzeit über eine Liste im Gemeinderat, fordert überhaupt schon seit einiger Zeit vehement den Rücktritt des Ortschefs.

Privatfehde

Dass die Opposition die Welt so sieht, ist eine Sache. Allerdings dürften diese Sichtweise mittlerweile auch einige in der ÖVP teilen. "Es geht oft nicht um weltbewegende Dinge, aber nachdem vorher nichts abgesprochen wird, können unsere Leute gar nicht überall mitstimmen", heißt es aus dem Umfeld der ÖVP. Die Sitzungen würden oft bis nach Mitternacht dauern - nicht, weil so brisante Themen auf der Tagesordnung stünden, sondern weil so viel gestritten werde. Manche sprechen von einer Privatfehde im Gemeinderat zwischen Dominici und Pusterhofer.

Aus Sicht des Bürgermeisters stellen sich die Dinge längst nicht so dramatisch da. "Was soll ich sagen, die Opposition pflegt bei uns einfach einen rauen Ton." Dass es zu wenig Zusammenarbeit gäbe oder die Stimmung schlecht sei, "liegt nicht an uns", so Bürgermeister Pusterhofer.

CHRISTIAN HUEMER

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