Erster WM-Test am Kulm
Die ÖSV-Schispringer nehmen nach der erfolgreich absolvierten Vierschanzen-Tournee das nächste Saisonziel ins Visier - die Schiflug-WM in Vikersund. Am Kulm wird am Wochenende die Schiflieger-Saison eröffnet.

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Die vom Tourneesieger Gregor Schlierzauer angeführten ÖSV-"Adler" wollen vor Zehntausenden Fans an ihre jüngsten Spitzenleistungen anschließen.
"Am Kulm können wir die Faszination des Schifliegens nach außen tragen und den Fans im eigenen Land etwas zurückgeben", erklärte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner, der sich wie seine Springer auf das von Hubert Neuper organisierte Schiflug-Fest freut. "Da werden wir so richtig mitschwingen, da springt der Funke über."
Angesichts der jüngsten ÖSV-Dominanz im Weltcup (neun Siege in elf Bewerben) und am Kulm (drei Schlierenzauer-Erfolge in den jüngsten zwei Auflagen) hoffen die Fans auf weitere Siege. Pointner warnt aber davor, Siege als gegeben zu sehen. "Es beginnt wieder bei Null, aber wir werden alle Register ziehen, um wieder diese Leistungen abzurufen", betonte der Erfolgs-Coach.
Willkommene Pause
Pointner war es nur recht, dass es diesmal vor dem Kulm-Wochenende einige Tage Pause gab. Seine Schützlinge haben vor allem regeneriert und körperliches Training absolviert, sind aber seit der Tournee nicht gesprungen. Im Gegensatz zu den von österreichischen Trainern betreuten Norwegern und Deutschen, die versucht haben, auf Schanzen ihre Topform zu finden.
Die Norweger gelten als Schiflug-Spezialisten. Aus dem Weltmeisterteam vom Kulm 2006, ihrem bisher letzten WM-Erfolg, ist diesmal aber nur noch Ex-Weltrekordler Björn Einar Romören dabei. Coach Alexander Stöckl hat mit Anders Bardal und Co. diese Woche zwei Tage am Holmenkollen trainiert.
"Mit etwas längerem Anlauf als üblich, um das Fluggefühl zu finden", sagte der Tiroler, der hofft, dass vor allem Weltrekordler Johan Remen Evensen (246,5 m im Vorjahr in Vikersund) in seiner Spezialdisziplin den Anschluss findet. Zu den weiteren Anwärtern auf Spitzenplätze zählen der Pole Kamil Stoch, der Slowene Robert Kranjec (Tagessieg 2010) und nicht zuletzt der Schweizer Simon Ammann, der Weltmeister von Planica 2010.
Finale Vorbereitungen
Die Veranstalter haben nach Ende der starken Schneefälle in der Nacht auf Mittwoch mit finalen Arbeiten an der Schanze begonnen. Der zuletzt gefallene Schnee musste aus Aufsprungbereich und Auslauf entfernt werden, in den vereisten Anlauf wurde die Spur gefräst. "Ich bin überzeugt, dass die Schanze in sehr gutem Zustand sein wird", erklärte Harald Haim, der als Nachfolger von Paul Ganzenhuber erstmals als Rennleiter am Kulm fungiert.
Am Donnerstag (12.00) geht am Kulm das "Einfliegen" mit Vorspringern in Szene, die Asse trainieren erstmals am Freitag (09.30) und absolvieren anschließend die Qualifikation (12.00/live ORF 1), in der aus dem ÖSV-Team Martin Koch, Wolfgang Loitzl, David Zauner und Michael Hayböck um die 30 freien Startplätze mitspringen. Andreas Kofler (im Gelben Trikot), Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern sind dank ihrer Positionen in den Top Ten des Weltcups fix dabei.








