Tagung in Steiermark: Molkereien zahlten um 14 Prozent mehr
Zufrieden sind Österreichs Molkereien mit der heuer erreichten Stabilisierung des Milchmarkts. Der den Bauern im ersten Halbjahr gezahlte Preis von 38,70 Cent/kg lag um fast 14 Prozent über dem des Vorjahres, wie es am Donnerstag bei der Milchwirtschaftlichen Tagung in Bad Mitterndorf hieß. Die Milchverarbeiter setzten weiter auf mehr Export von veredelten Produkten.

Foto © APA | Sujet
"Wir glauben, dass diese positiven Signale für unsere Bauern gerechtfertigt sind, um die hohen Qualitäten, schwierigen Produktionsbedingungen und gestiegenen Produktionskosten abzugelten", erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Helmut Petschar, laut Aussendung. Ursache dafür sei die positive Entwicklung sowohl im Inland als auch am EU-Binnenmarkt, vor allem aber die gute Nachfrage in den Exportmärkten. Damit konnten auch Produktionssteigerungen in der EU und in Österreich von den Märkten problemlos aufgenommen werden.
Qualitätsstandards
Die österreichische Milchwirtschaft habe in den letzen Jahren besonders hohe Qualitätsstandards in der Milchproduktion erreicht. "Klar ist, dass es höchste Qualität und sicherste Produktionsstandards nicht zum billigsten Preis geben kann", so Petschar, der um Verständnis für Preisanpassungen bei einzelnen Milchprodukten warb. Die Preise für die wichtigsten Milchprodukte seien noch immer billiger als in den 1980er Jahren.
Als erfolgreich habe sich die Strategie der österreichischen Milchverarbeiter erwiesen, verstärkt konsumfertig verarbeitete Produkte zu exportieren. Die Exportquote liege bei rund 44 Prozent, wobei mehr höherwertige Produkte ex- als importiert werden.









