Pichlmayer will zur WM springen
Marco Pichlmayer macht Druck: Top-Platzierungen sollen ihm die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Oslo sichern.
SCHI NORDISCH. Man hat Marco Pichlmayer schon weniger gut aufgelegt gesehen. Mit den Plätzen acht und zwölf in Oberwiesenthal im Erzgebirge war der Bad Mitterndorfer zuletzt bester Österreicher im Sommercup der Nordischen Kombinierer.
Dabei hätte es noch besser laufen können: Im Probesprung des ersten Bewerbes segelte er der Konkurrenz auf und davon und setzte sich an die Spitze des Feldes. Beim ersten Wertungssprung lief es leider weniger gut. Aber: Vom 17. Rang nach dem Springen lief der Bad Mitterndorfer noch auf den achten Rang vor. Am zweiten Wertungstag schaffte er mit der sechstbesten Laufzeit das selbe Kunststück: Vom 34. Rang nach dem Springen kam er letztlich auf den zwölften Gesamtrang.
Pichlmayer weiß genau, wo seine Fehler beim Springen liegen: "Die Flugphase ist okay. Aber ich kann am Schanzentisch die Kraft aus den Beinen nicht bei jedem Sprung richtig umsetzen." Nur: Er weiß jetzt durch den fulminanten Probedurchgang, dass er auch beim Springen vorne dabei sein kann - "wenn ich beim Absprung meine sieben Zwetschken optimal beisammen habe."
Ganz genau einordnen wird er seine Leistung erst können, wenn die österreichischen Stars wieder am Start sind. Deren Abwesenheit in Oberwiesenthal sorgte bei der Konkurrenz für Aufsehen: Vor allem deshalb, weil alle anderen Nationen mit ihren stärksten Teams angetreten waren. Auch der Eisenerzer Kombinierer Lukas Klapfer war beim Sommercup noch nicht dabei.
Für Pichlmayer ist die Marschrichtung schon jetzt klar: "Ich will Platzierungen unter den Top Ten. Mit guten Sprüngen kann ich auch die Top fünf anpeilen." Und: ein Ticket für die Weltmeisterschaft in Oslo im Februar. GERHARD PLIEM








