Bad Mitterndorf: Wirklich gefeiert hat nur die ÖVP
Der Wahlkampf im Hinterbergtal hat vor allem die Gerichte beschäftigt. Als Gewinner zog mit zwei Mandaten letztlich die ÖVP vom Feld.
Der Wahlkampf in Bad Mitterndorf war heftig und ziemlich untergriffig. Etwa mit dem "anonymen Flugblatt", dessen Absender letztlich doch ein Gesicht bekam. Im Wahlergebnis haben sich diese Dinge aber nur marginal niedergeschlagen. Wirklich zulegen konnte allein die ÖVP - dafür gleich zwei Mandate. "Es war die Leistung unseres ganzen Teams", freut sich Vizebürgermeister Franz Schlömicher. "Ich habe heute zwei lachende Augen", meinte auch Peter Koren. Der Vize-Generalsekträr der Industriellenvereinigung ist ÖVP-Mitglied, hat aber in seiner Heimat Bad Mitterndorf den Grimmingdialog mitbegründet und auch in diesem Wahlkampf voll unterstützt. Bürgermeister Karl Kaniak vom Dialog: "Ich bin froh, dass die Schlammschlacht vorbei ist. Für uns war es eine klare Bestätigung und ein Auftrag, weiterzuarbeiten." Immerhin konnte man leichte Zugewinne verbuchen und das achte Mandat absichern.
Freiheitliche und SPÖ haben jeweils ein Mandat verloren. Die FPÖ ist mit fünf Sitzen im Gemeinderat prozentuell aber nach wie vor zweitstärkste Kraft in Bad Mitterndorf. Eine Tatsache, die manche wundert. "Wie kann jemand, nach all dem was vorgefallen ist, so viele Stimmen bekommen?", meint etwa VP-Vizebürgermeister Schlömicher. Beim Dialog stellte man sich diese Frage sowieso.
Vizebürgermeister Alfred Trieb (FPÖ) wollte zum Wahlausgang keine Stellungnahme abgeben, SPÖ-Spitzenkandidat Wolfgang Flatscher ist "enttäuscht über das Ergebnis".








