Im Krisenjahr gab's die beste Sommersaison
Touristiker haben sich im Krisenjahr auf alles gefasst gemacht. Jetzt zeigen die Zahlen im Ausseerland-Salzkammergut: Es lief noch nie so gut wie jetzt.

Foto © Steiermark Tourismus/Gerry WolfSommer und Herbst brauchen ein Rekordergebnis
Im Sog der Finanz- und Wirtschaftskrise haben auch die Touristiker schlimme Einbrüche befürchtet. Manche Regionen und auch den Städtetourismus hat es tatsächlich schwer erwischt. Nicht so im Ausseerland-Salzkammergut, wo man jetzt die Zahlen des Sommerhalbjahres inklusive der Herbstnächtigungen aufsummiert hat. Das Ergebnis ist erfreulich: "Wir hatten heuer eine Rekordsaison", freut sich Geschäftsführer Ernst Kammerer. Sogar das Jahr 2003, in dem man bisher die beste Sommersaison verzeichnete, wurde übertroffen. Zugelegt hat man in fast allen Unterkunftsarten, besonders im Bereich der Vier-Sterne-Betriebe. "Viele waren heuer kurzfristig da und haben sich nach Wetterlage entschieden, bei uns Urlaub zu machen. Über Ferien im Salzkammergut kann man auch zuhause erzählen, damit muss man sich nicht verstecken. Auch dieser Faktor ist wichtig", so Kammerer.
Kernmärkte
Und er ist froh, dass man auf die Kernschicht der Gäste gesetzt hat: Österreicher und Deutsche. "Sie machen 90 Prozent der Urlauber aus und im vergangenen Sommer konnten wir sogar um sieben Prozent mehr Österreicher in unsere Gegend holen. Bei den deutschen Gästen haben wir entgegen den Erwartungen nur ganz minimal verloren." Kammerer ist froh, dass man sich - trotz aller Wichtigkeit der Ostmärkte - nicht zu stark in verschiedenen Gegenden verzettelt hat. Rund um den Wolfgangsee setzt man etwa stark auf englische Gäste, die heuer aber ziemlich ausgelassen haben. "Bei unseren Nachbarn im oberösterreichischen Salzkammergut sieht es deshalb nicht so gut aus wie bei uns", so Kammerer.
In der positiven Entwicklung ist die Grimmingtherme - abgesehen von einigen Oktobernächtigungen - noch gar nicht mitgerechnet. "Man spürt aber, wie ganz Bad Mitterndorf touristisch aufatmet. Auch für das Selbstbewusstsein der Gastronomen und Hoteliers dort ist die neue Einrichtung ganz wichtig."








