Kurbad in Bad Aussee: Neuer Standort
Für das neue Kurbad in Bad Aussee ist mit den Fröhlich-Gründen ein neuer Standort im Gespräch. Die eigentlich dafür reservierten 58.000 Quadratmeter am Lerchenreither Plateau gehören nach wie vor der Gemeinde.
Im Oktober dieses Jahres soll die Grimmingtherme in Bad Mitterndorf den Betrieb aufnehmen. In Bad Aussee dürfte es noch eine Weile dauern, bis man so weit ist, denn jetzt hat man noch einmal eine Standort-Diskussion gestartet. Ursprünglich war für das neue Kurbad das Lerchenreither-Plateau unweit des Hotels Wasnerin vorgesehen. Zwischen Gemeinde und den Investoren (HGI-Gruppe) gibt es dazu ein umfangreiches Vertragswerk. Vorgesehen sind dort auch Ferienwohnungen, damit sich das Bad rechnet.
Mittlerweile hat jedoch der Grazer Anwalt und Immobilienmakler Reinhard Hohenberg, der auch in der HGI-Gruppe vertreten ist, die so genannten "Fröhlich-Gründe" in Bad Aussee gekauft und derzeit überlegt man, das Kurbad auf diesem Standort zu errichten. Bürgermeister Otto Marl bestätigte dies in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Er scheint dem neuen Standort auch nicht ganz abgeneigt.
Nicht uninteressant. "Die Fröhlich-Gründe sind aus meiner Sicht nicht uninteressant. Sie liegen zentrumsnah und sind somit leichter zu erreichen. Wenn das Kurbad am Lerchenreither-Plateau errichtet würde, brauchen wir einen eigenen Shuttle-Dienst, damit die Leute dorthin kommen." Noch sei aber nichts entschieden, der Stadtrat führe mit der Investorengruppe Gespräche. Auch die deutsche Lindner-Gruppe, die als Betreiber des Kurbads fungieren soll und von Falkensteiner das Hotel Wasnerin übernommen hat, ist in diese Verhandlungen zentral eingebunden.
Ferienwohnungen. In Aussee macht das Gerücht die Runde, dass die Investorengruppe zwar die Ferienwohnungen in der Top-Lage am Lerchenreither Plateau errichten könnten, beim Kurbad aber nichts weitergeht. "Sind die Investoren eigentlich schon Grundstückeigentümer", fragte Gemeinderat Gottfried Hochstetter. "Nein, das gehört nach wie vor der Gemeinde", so Marl. "Ich weiß nicht, warum manche so misstrauisch sind." Es gäbe klare Verträge zwischen Gemeinde und Investoren. "Die Grundstücksübertragung am Lerchenreither Plateau findet erst statt, wenn ganz konkrete Maßnahmen gesetzt wurden."








