Gas strömte aus: Lecken Tank mit Ast gestopft
Auf einer Baustelle in Bad Aussee strömte Gas aus einem defekten Tank aus. 20 Anrainer mussten evakuiert werden. Es bestand akute Explosionsgefahr.
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Am Anfang einer langen Nacht stand ein Missverständnis. Bei den Abbrucharbeiten eines alten Gebäudes im Ortszentrum von Bad Aussee vermutete ein Baggerfahrer, der dort befindliche Gastank sei leer. Auch die Anzeige auf dem Manometer deutete darauf hin. Doch als der Arbeiter den Tank mit der Schaufel zur Seite kippte, brach ein Ventil und Flüssiggas rann aus. Notdürftig verschloss der Mann das Leck mit einem Ast. Das ereignete sich bereits am Nachmittag.
Gemeldet wurde die Sache aber nicht. Denn kurz nach 21 Uhr alarmierte ein Angestellter einer nahen Tankstelle die Polizei, weil er Gasgeruch wahrgenommen hatte. Die Spur führte zu dem 1000-Liter-Tank auf der Baustelle, der offenbar noch fast zur Hälfte voll war. Das Gas tropfte heraus und ergoss sich in kleine Senken am Gelände. Feuerwehr und Bürgermeister Otto Marl reagierten sofort: "Wir haben die Baustelle und die Straße abgesperrt, drei angrenzende Häuser und ein Lokal mussten evakuiert werden", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Angelo Egger. Zwischenzeitlich war sogar eine Teil-Evakuierung des Reha-Zentrums überlegt worden, so der Bürgermeister.
Dies war aber nicht nötig, zumal keine akute Explosionsgefahr herrschte. Experten der Energie Steiermark fackelten das Gas kontrolliert ab und befüllten den Tank Donnerstag früh mit Stickstoff. In den frühen Morgenstunden durften die Bewohner in ihre Häuser zurück.










