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Zuletzt aktualisiert: 17.02.2012 um 09:34 UhrKommentare

Der Winter gibt nicht auf

Am Donnerstag wurde nach dem wilden Schnee- und Sturmchaos aufgeräumt. Hundert Helfer waren allein bei den ÖBB im Einsatz. Die Lawinengefahr ist weiterhin hoch.

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"Ich habe so etwas in 20 Jahren noch nie erlebt", schildert Postzusteller Herbert Grill aus Pichl-Kainisch. In seiner Gemeinde im Steirischen Salzkammergut türmt sich der Schnee meterhoch. "Wenn man mit dem Auto unterwegs war, konnte man nichts mehr sehen." Ähnlich ging es vielen Autofahrern in der Obersteiermark: Sturmspitzen bis zu 130 km/h sorgten etwa auf der Ennstal-Bundesstraße für heftige Schneeverwehungen. "Wir waren bereits dabei, für den Fall einer Totalsperre der B 320 Notunterkünfte für die Autofahrer zu organisieren", verrät Katastrophenschutzreferent Hans-Peter Scheb von der Bezirkshauptmannschaft Liezen am Donnerstag. So weit kam es zum Glück doch nicht. Nach dem Schneechaos wurde wieder aufgeräumt: Allein bei den ÖBB war am Donnerstag eine Hundertschaft an Helfern samt Räumlok und Schneepflügen im Einsatz, um die Bahnstrecke zwischen Schladming und Radstadt freizubekommen. Das ist gegen Mittag geglückt, ebenso wie die Strecke Admont-Hieflau.

Weiterhin gesperrt bleibt hingegen die Strecke zwischen Stainach-Irdning und Bad Aussee. Die Gründe dafür sind mächtige Schneeverwehungen, im weiteren Verlauf der Salzkammergutbahn auch die Lawinengefahr. Die ist im Alpinbereich der Obersteiermark mit Stufe vier der fünfteiligen Skala erheblich.

"Die Lawinenwarnkommissionen fliegen nun die einzelnen Hänge ab, um die Lage genau zu beurteilen und mithilfe der Militärhubschrauber der Kaserne Aigen auch Schneebretter abzusprengen", erklärt Scheb.

Dort, wo keine Gefahr drohte, gab es hingegen zauberhafte Schneelandschaften - meist in schönstem Sonnenschein. In Graz erfreuten sich nicht nur die Kinder nach dem ersten wirklich nennenswerten Schneefall an prachtvollem Sonnenschein und freundlichen Temperaturen.

So soll es auch weitergehen. Die Temperaturen werden zumindest bis zum Samstag immer milder, die Schneefallgrenze zieht sich auf 700 bis 1000 Meter zurück. Der Süden sollte sonnig und trocken bleiben, im Norden hingegen gibt es Bewölkung und wohl auch weiterhin Niederschlag. Die freundlichen Tageshöchsttemperaturen von fünf bis acht Grad werden bis weit in die nächste Woche reichen.

CHRISTIAN HUEMER, NORBERT SWOBODA

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