Das Ausseerland als eine Gemeinde ist nicht in Sicht
Geht es nach den drei Ausseerland-Gemeinden, ist eine Fusion vorerst nicht in Sicht. Vor allem aus Altaussee gibt es heftigen Widerstand.
Das Ausseerland verkauft sich in vielen Zusammenhängen als einheitliche Region, besteht aber trotzdem aus drei eigenständigen Gemeinden. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. In einer komfortablen Lage ist der Ausseer Bürgermeister Otto Marl. Wenn, dann bekommt seine Stadt mit rund 5000 Einwohnern etwas dazu. Den größten Widerstand dagegen gibt es in Altaussee. "Wir haben dem Land geschrieben, dass wir auch alleine auf einem guten Kurs sind und uns auch budgetär positiv entwickelt haben", erklärt der Altausseer Bürgermeister Herbert Pichler (ÖVP). In den vergangenen fünf Jahren sei das Doppelte des Abgangs an Schulden abgebaut worden.
"Volksschule samt Turnsaal und Gemeindeamt sind neu bzw. in gutem Zustand. Kanalisation und Wasserversorgung auch zu hundert Prozent ausgebaut. So gesehen kommen keine größeren Investitionen auf uns zu", so Pichler, der ans Land dezitiert geschrieben hat, dass er als Gemeinde alleine bleiben will. "Natürlich gibt es auch touristische Gründe, Altaussee ist ein echter Begriff. Doch dieses Argument zählt beim Land nicht, es geht nur um Zahlen."
Anders ist die Situation in Grundlsee: "Wir sind noch nicht so weit, dass wir mit Aussee zusammengehen, aber große Brocken müssen nicht mehr überwunden werden", schätzt Vize-Bürgermeister Günther Baumann.
Der Bad Ausseer Ortschef Otto Marl ist in der Fusions-Frage skeptisch - auch mit Blick in Richtung der übrigen Salzkammergut-Gemeinden: "Dafür müsste ein Wunder geschehen."








