2011: Das Jahr des Protests
Taferlstreit, Voves-Ausschluss und interne Querelen im Ausseerland.

Foto © HUEMERDie Ausseer sind ihrem Ruf als "Gallier der Steiermark" auch 2011 wieder voll gerecht geworden
Streitbar waren die Ausseer schon immer. Dieses Jahr haben sie aber weit über die Grenzen der Region hinaus Akzente in Sachen Widerstand gesetzt: Als Anfang Juli der letzte Expositurleiter ihrer Behördenstelle verabschiedet wurde, standen die Zeichen auf Sturm. Nur wenige Tage später startete Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, die Initiative "BA muss bleiben". Mit der Fusion der Behörde sollte nämlich auch das regionale Autokennzeichen fallen.
Der Taferlkrieg schaffte es in ganz Österreich in die Schlagzeilen. Sogar eine große Schweizer Tageszeitung widmete sich dem Thema. Der Protest nahm an Stärke zu, als im November die sechs Salzkammergut-Bürgermeister einen geharnischten Brief an Spitzen der Landesregierung schickten. Manche erwogen sogar, ihr Amt zur Verfügung zu stellen. Der Protest gipfelte schließlich im Ausschluss von Landeshauptmann Franz Voves aus der Riege der Trommelweiber in Bad Aussee.
Auch intern stehen in Bad Aussee die Zeichen auf Sturm: Viele Innenstadt-Kaufleute wollten das neue Bad nicht auf dem Lerchenreither Plateau, sondern im Zentrum umgesetzt wissen - vergeblich. Ein weiterer Zankapfel: das Trauncenter, ein Parkdeck mit Handelsflächen im Zentrum von Bad Aussee.









