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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2010 um 19:21 UhrKommentare

"Werden Unterschrift für Sender widerrufen"

In Bad Aussee bringt ein geplanter Handysender Anrainer auf die Palme. Jetzt wollen Hauseigentümer die Unterschrift wieder zurückziehen.

Ein geplanter Handysender zog Unmut auf sich

Foto © APA/SujetEin geplanter Handysender zog Unmut auf sich

Der Unmut ist groß - zuletzt lagen die Unterschriften gegen das Projekt sogar im Kaffeehaus Lewandofsky auf. "Wir wollen den Sender dort nicht", erklärt etwa Michaela Eppinger vom Vorstand des Kindergartens "Bunte Perlen". Stein des Anstoßes ist ein Handysender, der auf dem Dach eines Hauses in der Marktleite installiert werden soll. Die betroffenen Hauseigentümer haben für das Projekt bereits unterschrieben - immerhin lassen sich Mobilfunkbetreiber ihre Standorte durchaus etwas kosten. "Außerdem wurde mir erklärt, dass in diesem Bereich von Bad Aussee sehr schlechter Empfang ist und ich habe gedacht, die Leute freuen sich darüber", erklärt die betroffene Hausbesitzerin Margit Thompsen. In der Nachbarschaft macht man gegen den Sender in Form eines UMTS-Verstärkers hingegen mobil - Freude hat damit offenbar überhaupt niemand.

Ortsbildschutz

"Bei uns haben alle Eltern dagegen unterschrieben", so Eppinger vom Kindergarten "Bunte Perlen", der direkt unterhalb des geplanten Standortes liegt. Auch die anderen Nachbarn wehren sich dagegen. Ganz unmittelbar betroffen ist etwa Ernst Gottschmann, der mit seinem Haus und dem Haus, auf dem der Sender geplant ist, quasi ein gemeinsames Gebäude bildet. "Auch wir haben uns zu Wehr gesetzt, wenngleich es dagegen nicht viele Mittel gibt." Selbst die Gemeinde kann mit gesundheitlichen Bedenken nicht gegen das Projekt vorgehen - rechtlich ist oft der Landschafts- oder Ortsbildschutz der einzige Weg, um so etwas von Amts wegen wieder abzublasen.

Bürgermeister Otto Marl: "Wir hatten ja schon öfter so etwas in Bad Aussee und haben gemeinsam eine Lösung gefunden. Es ist immer ärgerlich, wenn zuerst unterschrieben wird und dann die Gemeinde quasi vor vollendete Tatsachen gestellt wird." Genau das möchte die Hauseigentümerin aber nun wieder rückgängig machen. "Wenn das so viel Staub aufwirbelt, werden ich und mein Sohn die Unterschrift für den Sender wieder zurückziehen."

CHRISTIAN HUEMER

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