Raich auf dem Heimweg
Nach seinem Unfall auf dem Kilimanjaro ist Markus Raich wieder auf dem Weg der Besserung. Wenn alles klappt, kommt er am Mittwoch nachhause.

Foto © HuemerMarkus Raich ist ein erfahrener Bergfex
Für die Angehörigen und vielen Freunde im Ausseerland war es eine Schreckensnachricht: Markus Raich hatte am Wochenende einen schweren Unfall auf dem Kilimanjaro. Der Bergrettungs-Ausbildner, der am Loser auch einen Hochseilgarten betreibt, gilt als erfahrener Bergfex. Bei seiner aktuellen Expedition auf den Kilimanjaro wurde er auf 5600 Höhenmeter von einem Stein getroffen. "Der hatte einen Durchmesser von einem halben Meter, Raich zog sich dabei einen offenen Wadenbeinbruch und Kopfverletzungen zu", erzählt Herbert Hütter. Der Bergfreund, auch Hak-Direktor in Bad Aussee, ist mit Raich nach seinem Unfall telefonisch in Kontakt.
Mit Stöcken selbst geschient
"Es muss schon sehr tragisch gewesen sein. Raich hat mir erzählt, dass er sich das Bein mit Schistöcken selbst geschient und danach per Satellitentelefon Hilfe geholt hat." Die Rettung dauerte Stunden. Ein Hubschrauber konnte ihn an der Unfallsstelle nicht abholen - Helfer haben den Schwerverletzten zuerst 1000 Höhenmeter talwärts getragen. Selbst dort war die Hubschrauber-Bergung aufgrund des starken Nebels ein Himmelfahrtskommando.
"Im Krankenhaus hat er drei Stunden auf das Röntgen gewartet. Operiert hat ihn dann ein zufällig anwesender Arzt aus Kanada", beschreibt Hütter die afrikanischen Zustände. Mittlerweile ist Raich wieder auf dem Weg der Besserung und will vor allem eines: nach Österreich. Wenn alles klappt, landet er am Mittwoch bereits in Frankfurt und kommt nachhause.









