Wachsamkeit trotz Freude
Das Forum "Pro LKH" will die Entwicklungen weiter genau beobachten. Lambert Schönleitner sieht sich in seiner Haltung bestätigt.

Foto © Robert Lenhard
Auf vier Seiten Postwurf bedankte sich das Forum "Pro LKH Bad Aussee" bei seinen Mitstreitern für das bewiesene Durchhaltevermögen, bei einzelnen Politikern und vor allem bei der Belegschaft des Krankenhauses, "die in diesen extrem schwierigen Jahren den Mut nicht verloren und ihre Arbeit trotz aller Widrigkeiten ausgezeichnet erledigt hat".
Nun sei die Zeit der Freude gekommen, jubelt Sprecher Herbbert Angerer, aber ohne jeden Zweifel glauben die Ausseer erst dann daran, wenn im neuen LKH der erste Patient auf dem OP-Tisch liegt. "Bei aller Vorfreude werden wir nicht vergessen, mit großer Wachsamkeit darauf zu achten, dass die Vorbereitungen für den Spatenstich im September 2010 nicht ins Stocken geraten", kündigt Angerer an.
Das erste Versprechen, das einzulösen ist, betrifft die Installation des CT, dieses soll noch im alten Haus eingerichtet werden, Zeithorizont: sechs Monate. Einer, der sich mit den Ausseern mitfreut, ist Lambert Schönleitner, der als Abgeordneter der Grünen aus der Parteilinie ausscherte und den Mehrheitsbeschluss im Landtag ermöglichte: "Und es geht ja doch. Das bestätigt, das viele Argumente dagegen vorgeschoben waren." Für Orthopädie-Patienten in der Steiermark würden sich durch den Schwerpunkt in Aussee Wartezeiten deutlich verkürzen und für die Bevölkerung sei die Versorgung gesichert. "Damit geht der Vorwurf an mich, ich habe populistisch entschieden, ins Leere", so Schönleitner, der es für legitim hält, in Einzelfällen die persönliche Position über das Parteicredo zu stellen.
Kritik übt er an der SPÖ, vor allem an Ewald Persch: "Im Landtag hat er dagegen gestimmt, zur Verkündigung der frohen Kunde ist er aber nach Aussee gekommen - ehrlicher wäre gewesen, er wäre daheim geblieben."







