Chlor löste Fischsterben aus
Chlorsatz des Bad Ausseer PVA-Schwimmbades wurde irrtümlich in die Traun statt in die Kanalisation geleitet. Künftig wird über AVE entsorgt.

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In Bad Aussee brodelt die Gerüchteküche, was denn bei der Pensionsversicherungsanstalt alles schief gelaufen sei. Mittlerweile kursieren die wildesten Theorien über den Chemieunfall vergangenen Freitag und dem damit verbundenen Fischsterben in der Traun. Der stellvertretende Verwaltungsdirektor Stefan Straub klärt im Gespräch mit der Kleinen Zeitung auf: "Wir haben eine jährliche Wartung einer Chlordosierungsanlage, die erst vor zwei Jahren installiert wurde, durchgeführt. Dabei ist der Chlorsatz irrtümlich mit einer regulären Spülung des Schwimmbadwassers in den Regenwasserkanal und damit in die Traun gelangt. Es tut uns sehr leid - das hat auch das Fischsterben auf einer Länge von rund 400 Metern zwischen dem Autohaus Bathelt und der Mercedessternbrücke verursacht, wo die Traun dann wieder mehr Wasser führt."
Auf Nummer sicher
Laut Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat, sind dabei rund 150 Wildfische (rund 60 Kilogramm) verendet. "Die PVA darf das Schwimmbadwasser in die Traun leiten. Dafür gibt es auch einen gültigen Wasserrechtsbescheid, weil das unbedenklich ist", so die Beamten. Diese Spülung erfolgt zwei Mal wöchentlich im Ausmaß von rund 15 Kubikmetern. Im konkreten Fall wurde aber der Chlorsatz der Dosierungsanlage mit dem Badewasser in den Fluss gespült und nicht wie geplant im Abwasserkanal entsorgt. Jetzt geht man bei der PVA auf Nummer sicher und steigt auf eine ganz andere Entsorgungsart um.
"Obwohl es laut Betreiber möglich wäre, den Chlorsatz verdünnt in den Abwasserkanal zu leiten, werden wir das nicht tun", erklärt Straub, der von einem bedauerlichen Einzelfall spricht. "So etwas ist uns noch nie passiert und wird auch in Zukunft nicht passieren, weil wir den Chlorsatz künftig über einen Abfallentsorger, etwa die AVE, abtransportieren lassen."








