Ausseer Fasching: Fürs Salz gab's bunte Tarnung
Der Karneval von Venedig steht für maskierten Ausnahmezustand in der Lagunenstadt. Genau wie in Aussee. Das kommt nicht von Ungefähr.

Foto © ReutersWer das bunte Treiben in der venezianischen Lagunenstadt beobachtet, dem werden wohl einige Ähnlichkeiten zu heimischen Narren auffallen
Ja, irgendwoher kommt einem der bekannt vor. Die vielen Farben, die neckischen Gesichtszüge und der Schalk im Nacken: "Herr Harlekin, haben Sie zufällig Verwandtschaft in Bad Aussee?" Wer das bunte Treiben in der venezianischen Lagunenstadt beobachtet, dem werden wohl einige Ähnlichkeiten zu heimischen Narren auffallen. Schon im Mittelalter wurde zwischen der Salz-Hochburg Bad Aussee und der Lagunenstadt reger Handel betrieben. Fürs Salz, gab's im Gegenzug bunte Tarnung. In Venedig pflegten früher vor allem die noblen Herren ihr Antlitz hinter der Maske und ihre Hände unter Handschuhen zu verstecken, war's doch meist nicht die Angetraute mit der sie auf der hauseigenen Gondel turtelten.
Masken und Krapfen. Heutzutage werden jene, die am Faschingdienstag in Venedig nicht maskiert sind, mit Eiern beworfen. Die Masken gibt's von sechs bis über hundert Euro. Aber nicht nur bei den Masken besteht Ähnlichkeit, auch zwischen der venezianischen Variante der Faschingskrapfen "Frittelle" und der Ausseer Krapfen sind Ähnlichkeiten fest zu stellen. "Frittelle" sind nach Weihnachten in allen venezianischen Bäckereien zu haben, aber nach dem Karneval wird wieder gefastet, denn dann kommt der Sommer und wer will da keine Bikinifigur?








