Zustand der Hauptschulen beschäftigt Gemeinderat
Der Ausseer Gemeinderat hat das Budget für 2009 einstimmig beschlossen. Für Differenzen sorgt eine Grundstückssicherung für einen eventuellen Schulneubau. Immer ein Thema: LKH und Chirurgie.

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ÖVP-Vizebürgermeister Franz Frosch ersparte Bürgermeister Otto Marl die Chirurgie-Diskussion auch in der Ausseer Gemeinderatssitzung Mittwoch Abend nicht. Einen international anerkannten Experten zu bestellen sei "keine gute Sache". Die Entscheidung liege bei der Politik. Marl kündigte ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Landeshauptmann Franz Voves und Forum-Sprecher Herbert Angerer an. Aus den Reihen der schwarzen Opposition dann die Anfrage, wie es sich mit dem kürzlich an Hannes Androsch verliehenen Ehrenring in Hinblick auf Äußerungen in einem Zeitungsinterview verhalte, mit denen Androsch der Region "in den Rücken gefallen" sei. Der Ehrenring, antwortete Marl, sei im Zusammenhang mit dem Engagement für die Saline verliehen worden, außerdem gebe es Meinungsfreiheit. Weiter vertieft wurde diese Diskussion nicht.
Appell an den Gemeinderat. LKH-Betriebsrat Gerhard Wechtitsch appellierte in der öffentlichen Fragestunde an den Gemeinderat: "Das ist unsere letzte Chance für die Chirurgie. Wenn wir's jetzt nicht derheb'n, ist's vorbei." Den Grünen richtete er aus, dass die Idee, Patienten mit Black Hawks auszufliegen obsolet sei, da laut Bundesheer nicht möglich. "Bei gewissen Wetterbedingungen unterliegt der Black Hawk den selben Flugeinschränkungen wie derzeit eingesetzte Rettungshubschrauber."
Neubau statt Sanierung. Für die in die Jahre gekommenen Hauptschulgebäude stellt sich die Frage: Sanierung oder Neubau, laut Bürgermeister tendiere eine Studie eher zum Neubau. Die ÖVP segelt aus Zeit- und Kostengründen derzeit auf Sanierungskurs. Zum Zankanpfel zwischen den beiden Parteien wurde eine Grundstückssicherung im Ausmaß von 6000 Quadratmetern in der Nähe des Bundesschulzentrums für einen etwaigen Neubau. Kaufen soll das Grundstück nach dem Willen der SPÖ eine Gesellschaft der Köflacher Siedlungsgenossenschaft, der Preis beträgt 255.000 Euro. Die Stadt würde den Grund zum Preis der Finanzierungszinsen für den Kauf, etwa 350 Euro monatlich, mieten. Zwei aufgelöste Rücklagen in der Höhe von 155.000 Euro sollen der Siedlungsgenossenschaft als Darlehen gewährt werden, daher die geringe Zinsbelastung und Miete. "Ein Schnäppchen", meint Bürgermeister Otto Marl, "nicht sinnvoll", urteilt Vize Frosch. Die SPÖ stimmte geschlossen dafür, die ÖVP geschlossen dagegen.
Features
Budget
Im ordentlichen Haushalt sind für das laufende Jahr 10,3 Millionen an Einnahmen und Ausgaben vorgesehen, im außerordentlichen Haushalt ist ein Abgang von 475.000 Euro (Einnahmen: rund 1,8 Millionen Euro, Ausgaben 2,2 Millionen Euro) berechnet. Der Gesamtschuldenstand - Gemeinde und ausgelagerte KEG - betragen rund 15 Millionen Euro.









