Altaussee: Das alternative Oktoberfest
Der Altausseer Kirtag feiert heuer seinen 50. Geburtstag. Modernisiert wurde das Konzept nie - vermutlich ein Grund, warum die Veranstaltung zum größten Festzelt Österreichs wuchs.
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Vergleiche können hinken, manchmal sind sie aber auch eine Ehre. Die Presseagentur "Associated Press" (AP) mit Sitz in New York beschreibt den Altausseer Kirtag etwa als alternatives Oktoberfest. "Nicht so groß und nicht so kommerziell wie in Deutschland", urteilt die Autorin und erzählt begeistert, wie sie selbst ins Dirndl geschlüpft ist. "Ladies, das Kleidungsstück schmeichelt jedem Körperbau", meint sie. Der Bericht ist unter anderem in der auflagenstarken Zeitung USA-Today erschienen.
Selbst wenn nun von dort Gäste kommen sollten - in Altaussee werden sie so behandelt wie alle anderen auch. "Wir haben unser Grundkonzept nie verändert", erklärt Werner Fischer, Kommandant der Altausseer Wehr, die das Zeltfest veranstaltet. Das besagt: freier Eintritt, keine Lautsprechermusik, kein Tanzboden, günstige Preise und gute Qualität. Klingt sehr simpel, trotzdem ruht auf diesen Eckpfeilern der dreitägige Betrieb, der den Kirtag-Montag mit einschließt. "Wir wollen, dass das Zelt ein Treffpunkt für alle ist."
Damit ist auch politische Werbung tabu. "Wir freuen uns wenn die Spitzenkandidaten vorbeischauen, aber haben schon vorab schriftlich darum gebeten, dass von Wahlwerbung Abstand genommen wird", so Fischer, der die Versuchung von solchen Massenveranstaltungen für Politiker nur zu gut kennt. In Altaussee werden immerhin während der drei Tage weit über 20.000 Personen erwartet.
Der Zeltbetrieb startet übrigens heute schon in vollem Umfang ab zwölf Uhr, um 19 Uhr ist dann Bieranstich. Während der gesamten Veranstaltung sind Shuttlebusse im Einsatz.













