Erfolgreiche Bergung von verletztem Höhlenforscher in OÖ
Der Verunglückte wurde per Seil geborgen und von Kollegen ärztlich versorgt. Das "Schönbergsystem" ist längste Höhle der EU.

Foto © APADas Schönberg Höhlensystem
Ein 27-jähriger Höhlenforscher aus Wien, der in Nacht auf Samstag im "Schönbergsystem" zwischen Oberösterreich und der Steiermark verunglückt war, ist am Nachmittag von den Einsatzkräften erfolgreich geborgen worden. Dem Mann war es aus eigenen Kräften nicht mehr möglich, den Einstiegsbereich der Höhle ins Freie zu überwinden, wie die Alpinpolizei am Samstagnachmittag bekannt gab.
Fakten
Das "Schönbergsystem" ist mit 120 Km Länge das längste Höhlengebiet der EU. Entdeckt wurde es erst im August 2007. Das Höhlensystem zählt auch zu den längsten unterirdischen Labyrinthen der Erde.
Hilfe.
Der 27-Jährige war gemeinsam mit drei Kollegen auf einer
dreitätigen Forschungstour im Höhlensystem unterwegs, als er
ausrutschte und sich den Arm brach, so ein Alpinpolizist. Die Männer
befanden sich gerade auf dem Weg zum Biwak, wo sie den Verletzten
ärztlich versorgten und sich dann ausruhten. Zwei Männer blieben beim
Verletzten, ein dritter Kollege machte sich in der Früh auf den Weg,
um Hilfe anzufordern.
Unverletzt.
Alpinpolizisten und Höhlenretter aus Gmunden und Liezen
(Steiermark) flogen am Samstagvormittag zur Höhle, um den Mann, der
inzwischen mit seinen Kollegen den Einstiegsbereich erreicht hatte,
mittels Seil zu bergen. Der Verletzte wurde mit den
Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Bad Ischl geflogen. Seine
Kollegen blieben unverletzt.
Features
Fakten
Die Suche gestaltet sich schwierig. Das Schönberg Höhlensystem - das größte Österreichs - gilt als besonders weitläufig und eng.








