Erst zu Ostern wird es schön
Die Karwoche sieht unfreundlich aus - wie zuletzt alle "geraden" Jahre. Für das Osterwochenende sind die Meteorologen optimistisch.

Foto © AP/SujetDie letzten ganz außergewöhnlich schönen Ostern gab es vor genau zehn Jahren
GRAZ. Die Osterwoche und das Wetter. Das ist eine Kombination, wie sie wankelmütiger nicht sein könnte. Denn einerseits geht es um den Wechsel vom Winter- zum Sommerhalbjahr, andererseits findet Ostern selbst jedes Jahr an einem anderen Termin statt.
"Es ist ein Kampf der Luftmassen", bestätigt Meteorologe Albert Sudy von der Zentralanstalt. Er hat sich die Ostersonntage der letzten zehn Jahre in der Ober-, Mittel- und südlichen Steiermark angesehen. Fazit: "Alles ist möglich." Die letzten ganz außergewöhnlich schönen Ostern gab es vor genau zehn Jahren - es war ein später Termin (23.4.). Im Süden wurden knapp 28 Grad gemessen, auch in Aigen gab es 25,7 Grad. Die Abkühlung folgte auf dem Fuß: 2001 gab es Schnee und Regen, im Murtal Morgenfrost. Der Termin - 31. 3. - ist mit heuer vergleichbar. Zuletzt gab es tatsächlich das Schema kalt-warm: 2004, 2006, 2008 war es jeweils zu kalt oder zumindest regnerisch, die ungeraden Jahre dazwischen hingegen mild, sonnig und niederschlagsfrei.
Schneefallgrenze sinkt
Für heuer mit dem frühen Ostertermin (25. März) lässt das nichts Gutes erhoffen. Tatsächlich geht es die nächsten Tage eher bergab. Die Schneefallgrenzen sinken bis zur Wochenmitte auf 800 bis 1100 Meter ab. "Die Karwoche wird nicht so gut werden", sagt Sudy. Montag und Dienstag herrscht zwar noch mildes Wetter, aber dann wird ein Oberitalientief wetterbestimmend.
Die Hoffnung lebt aber: "Es sind sehr labile Verhältnisse, und man kann die Vorhersagen für das Osterwochenende noch nicht für bare Münze nehmen", warnt Sudy. Aber für Samstag und Sonntag nächster Woche erwartet man wieder einen Vorstoß des Frühlings: mild, warm, freundlich und Sonnenschein.









