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Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

Der Platzwart startet sein "Training" schon um 5 Uhr

Da macht einer seinen Beruf mit Leidenschaft. Akribisch fräst Hans Karner im Sportzentrum Stainach den Kunstrasenplatz ab. "Du musst extrem aufpassen, immer auf der Hut sein, dass du nicht zu tief fräst oder sich Kunstrasenteile verfangen", erzählt der Platzwart. Das erfordert Erfahrung und höchste Konzentration sowie die millimetergenaue Bedienung der Einstellvorrichtung.

Zwei bis fünf Stunden braucht Karner, um nach Schneefällen den Platz wieder freizubekommen. Je nachdem, ob es trockener oder nasser, schwerer Schnee ist. Während in der übrigen Steiermark Fußball zum Ganzjahressport im Freien geworden ist, entsteht im Ennstal ein echtes Gerangel um die Spielzeiten am Kunstrasen in Stainach. "Es gibt im Februar und März Wochenenden, an denen von der Früh bis zum späten Abend alle zwei Stunden ein Test- oder Trainingsspiel angesetzt ist", erzählt Karner.

Die Landesligavereine SC Liezen und ATV Irdning trainieren ohnehin schon seit Wochen in Stainach, dazu die Oberligaklubs WSV Liezen, Bad Mitterndorf und Haus. Jetzt kommen auch noch die anderen Vereine aus den umliegenden Orten hinzu.

Damit sich das alles ausgeht, beginnt der Arbeitstag für den Platzwart bei Schneefällen manchmal um fünf Uhr morgens. Karner stört das nicht. Wahrscheinlich deswegen, weil er fußballbegeistert ist von den Zehennägeln bis zu den Haarwurzeln: Er arbeitet als Trainer im LAZ Stainach und kümmert sich als Tormanntrainer um die Torleute von Öblarn, Haus, Stainach und Grimming.

Dauergast am Stainacher Kunstrasenplatz ist der SC Liezen. Bei den Ennstalern ist Trainer Gernot Stradner mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Der niederösterreichische Landesligaverein Ardagger wurde im Test in Stainach mit 3:1 besiegt, die junge Garde der Liezener bog das Sturm U18-Team mit 4:2. "Im Moment sind wir gut in Schuss", glaubt auch Kapitän Christian Stangl, der nach seiner Bänderverletzung im Knöchel diese Woche wieder das Training aufgenommen hat.

Guter Dinge ist auch Irdning-Trainer Stefan Knapp: "Das Klima in der Mannschaft ist gut. Körperlich sind wir auf einem guten Weg." In den beiden Testspielen gegen Stainach und St. Anna am Aigen gab es jeweils Siege. GERHARD PLIEM


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