Hochwasserschutz scheitert an Finanzen
Ohne Geld kein Rückhaltebecken auf der Kaiserau bei Admont. Land bewilligt die vorgesehene Kreditaufnahme durch die Gemeinde nicht. Neue Chance im neuen Jahr, wenn das Budget hält.
Das Hochwasser im Juli 2009 hat in Admont das Problem des Lichtmessbaches wieder ins Zentrum des Bewusstseins gerückt. Um das Wasser vom Ort fernzuhalten, ist der Bau eines Rückhaltebeckens in der Kaiserau von großer Bedeutung, die Gemeinde leite damals Vorarbeiten dafür ein _ jetzt ist der ehrgeizige Plan zumindest vorerst gescheitert: Am Geld.
Die Aufsichtsbehörde des Landes hat die Kreditaufnahme der Gemeinde für das Vorhaben nicht bewilligt. "Wir sind aufgefordert worden, die Bedeckung für die Rückzahlung dieses Darlehens nachzuweisen", teilte Bürgermeister Günther Posch in der Gemeinderatssitzung mit. Aufgrund des Abganges im laufenden Jahr könne dieser Nachweis aber nicht erbracht werden. "Die Darlehensaufnahme kann nur im Haushaltsvoranschlag 2011 neu vorgesehen werden. Damit eine Bewilligung erfolgt, muss der Voranschlag aber jedenfalls ausgeglichen erstellt werden", so Posch.
Sparmaßnahmen
In der Gemeinde wird offenbar jeder Cent umgedreht - so soll künftig auch bei Gratulationen gespart werden. Jubilare werden zwar auch weiterhin mit Blumen oder Wein bedacht, und bei der Geburt eines Kindes gibt's ein Babybuch, "aber auf die zusätzliche Überreichung von Einkaufsgutscheinen muss in Zukunft leider verzichtet werden", erklärt Posch. Das gilt aber nicht für frisch gebackene Eltern _ nach einer Geburt gibt's weiterhin einen Gutschein in Höhe von 50 Euro. Gespart wird auch bei den Schulungsbeiträgen für die politischen Parteien, die an die Bezirksparteileitungen und Landesorganisationen ausbezahlt werden. "Im kommenden Jahr werden diese Beiträge nicht abgeführt", betont der Bürgermeister. Außerdem werden die Hundeabgabe, die Eintrittspreise in Hallenbad, Sauna, Naturbadeteich und die Lustbarkeitsabgabe für Geldspielautomaten erhöht.
Einigkeit wurde bereits über den Schulkostenvoranschlag für das kommende Jahr erzielt, für die Volksschule stehen 176.000 Euro und für die Hauptschule 171.000 Euro zur Verfügung. Möglich seien nur die "wirklich unbedingt notwendigen Anschaffungen", erläutert Posch, an den erforderlichen Lehrmitteln werde aber nicht gespart. Der heurige Kostenrahmen für die Schulen werde "Dank der Zusammenarbeit mit den Direktoren" sogar geringfügig unterschritten.









