Weichenstellung für Bus statt Zug durchs Gesäuse
Mit den Gemeinden wird bereits konkret über ein Buskonzept verhandelt. Einen definitiven Beschluss der ÖBB gibt es aber noch nicht.
Die Einstellung des Zugsverkehrs auf der Gesäusestrecke zwischen Selzthal und Kleinreifling (wir berichteten) ist zwar offiziell noch nicht beschlossene Sache, die ÖBB haben die Weichen aber ganz klar in diese Richtung gestellt. Mit den Bürgermeistern der Region gibt es bereits entsprechende Gespräche.
An Buskonzept wird gearbeitet. "Fix sind bei uns die Dinge erst, wenn Vorstand und Aufsichtsrat eine Entscheidung gefällt haben, und das ist definitiv nicht der Fall", erklärt dazu ÖBB-Sprecherin Verena Harrasser. Derzeit werde unter Einbindung der Gemeinden an einem Buskonzept gearbeitet - eher ein Vorteil, wie Harrasser meint, denn mit Bussen könne man den Bedürfnissen der Fahrgäste eher gerecht werden als mit Zügen. Der Admonter Bürgermeister Günther Posch hat bereits signalisiert, dass er diesen Argumenten einiges abgewinnen kann, auch der Ortschef von Landl, Bernhard Moser, ist dieser Variante gegenüber nicht unbedingt abgeneigt, hat aber auch Bedenken: "Alls zusperren kann auch nicht die Lösung sein, aber man muss schauen, was herauskommt."
Nationalpark ohne Eisenbahn nicht vorstellbar. Widerstand der Region würde es allerdings geben, wenn die Strecke komplett aufgelassen würde - der Nationalpark ohne Eisenbahn ist nicht vorstellbar. "Das ist aber überhaupt nicht angedacht, die Strecke soll nicht lahm gelegt werden, auch die Nostalgiezüge sollen weiter fahren", so Harrasser. Bedenken haben die Gemeinden, dass sie für den Busverkehr zur Kasse gebeten werden könnten und Orte nur dann angefahren werden, wenn die Gemeinden mitzahlen. "In diesem Fall ist das kein Thema, denn es geht nicht um zusätzliche Leistungen, sondern um Bus statt Zug, die Leistungen werden vom ÖBB-Personenverkehr übernommen", sagt Harrasser.










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