Weltenbummler Franz Schauer: "Die Welt war unser Ziel"
Seit mehr als 50 Jahren touren der 77-jährige Franz Schauer und Gattin Sieghilde (78) durch die Welt. Zuhause präsentieren sie die Reisereportagen. 6.000 Vorträge und 300.000 Bilder sind so entstanden.

Foto © Franz SchauerFranz und Ehefrau Sieghilde Schauer haben bereits 500.000 Kilometer zurückgelegt
Insgesamt sind wir 500.000 Kilometer gefahren", schätzt Franz Schauer. "Und was für Kilometer", ergänzt seine Gattin Sieghilde. Die beiden waren nicht nur in den friedlichen Tourismusregionen dieser Welt, sondern auch dort, wo die Erde Feuer speit und in Ländern, aus denen heute immer wieder Anschläge gemeldet werden.
Fahrdienstleiter bei ÖBB. Auf den Geschmack sind sie schon 1952 gekommen: Damals arbeitete Franz Schauer bei den ÖBB als Fahrdienstleiter und wollte seinen Freischein für eine Reise nach Spanien nützen. "Wir benötigten vom Stainacher Pfarramt eine Bescheinigung, dass wir frei von kommunistischem Gedankengut sind und ein Visum, das wir erst in Zürich bekommen haben." Nach diversen Hürden hatten die Schauers dort eine Art Schlüsselerlebnis: In einem spanischen Ort wurden sie als erste Nachkriegs-Österreicher herzlich begrüßt und zu einer Woche Gratis-Aufenthalt eingeladen. Zurück in Österreich gab's Bilder von der Reise, die in der Volksschule Vorberg gezeigt wurden.
Freischaffender Bildjournalist. "Leider hatten wir zu wenig davon und da habe ich mich entschlossen, eine eigene Kamera zu kaufen", erinnert sich Schauer, der nach einer ÖBB-Karriere mit 38 Jahren schließlich seinen neuen, gut dotierten Versicherungsjob an den Nagel hängte, um sich ganz dem Reisen widmen zu können. "Die Welt war ganz einfach unser Ziel", erklärt der heute ungemein rüstige 77-Jährige, der fortan als freischaffender Bildjournalist tätig war. Mit seinen Panoramabildern, die Land und Leute aus einer ungekünstelten Perspektive zeigen, gestaltete er lebendige Vorträge. Dabei besuchte er viele Bildungseinrichtungen, im Ennstal ist er Generationen von Schülern ein Begriff.
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Am 14. November präsen-

















