Toplitzsee-Tauchgang wurde "erfolgreich" beendet
Die Taucharbeiten des deutschen Forschers Hans Fricke im Toplitzsee sind abgeschlossen. Die wissenschaftliche Expedition war erfolgreich.

Foto © APAGeheimnisvoller Toplitzsee
Man hat alles gefunden, was man gesucht hat, lautet das Resumee der Forscher, die in den letzten zehn Tagen im Toplitzsee getaucht sind. Die Rede ist dabei aber nicht von vermeintlichen Kriegsschätzen aus der Nazizeit, sondern von Mikroorganismen, die im Boden des Sees leben.
Mini-U-Boot. Der deutsche Biologe Hans Fricke hat zusammen mit einem fünfköpfigen Forschungsteam und dem Mini-U-Boot "Jago" den Seegrund abgegrast. "Es wurden diverse Bodenproben entnommen, die Bedingungen dafür waren ideal", erklärt Bernhard Schragl, Sprecher der Bundesforste, die Eigentümer des Sees sind. Teilweise erfolgten Analysen direkt in einem Feldlabor vor Ort, weitere Erkenntnisse erhofft man sich aus umfangreicheren Untersuchungen an größeren Forschungseinrichtungen.
Ökologisch einzigartig. Die Frage, warum ausgerechnet im Toplitzsee mit einem U-Boot nach Bakterien getaucht wird und nicht in anderen Salzkammergut-Seen, wurde Schragl schon mehrmals gestellt. "Der Toplitzsee ist schon auch ökologisch einzigartig. In über 100 Metern Tiefe befindet sich Salzwasser, das aus einer solehaltigen Quelle kommt. Dann gibt es in im Wasser eine Holzschicht und danach wieder Süßwasser. Es gibt also nicht nur historische Gründe, um hier zu tauchen."
Kartierung. Nach wie vor bemüht sich auch der Amerikaner Scott Norman von Global Explorations um eine Tauchgenehmigung für den Toplitzsee. Dabei geht es in erster Linie um eine Kartierung des Gewässers - natürlich schwingt auch die Hoffnung mit, das eine oder andere Geheimnis aus der NS-Zeit zu lüften. "Wir sind dafür offen", erklärt Schragl. "Allerdings fehlen Scott für seinen Tauchgang nach wie vor behördliche Genehmigungen."
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Fakten
Um den Toplitzsee rankt sich das Gerücht, zu Kriegsende seien dort Goldreserven des Dritten Reichs, Hinweise für Nummernkonten sowie Kunstgegenstände versenkt worden. Zahlreiche Tauchgänge fanden bisher nur Falschgeldkisten und Kriegsrelikte.














