Der Wettlauf zur WM
Schladming hofft auf Zuschlag 2013 - Schröcksnadel: "Steiniger Weg!"

Foto © APAGrogl, Schröcksnadel und LH Franz Voves, der das Schladming-Konzept beim FIS-Kongress präsentieren wird
Aller guten Dinge sind drei - hofft man zumindest in der Steiermark und beim österreichischen Schi-Verband. Im dritten Anlauf soll es für Schladming klappen, die WM soll 2013 in der Obersteiermark in Szene gehen. "Innerpolitisch" steht dem nichts im Wege: Denn in wenigen Dingen ist sich die steirische Politik so einig, wie in der Unterstützung Schladmings, das am Dienstag die PR-Maschinerie gestartet hat. "Es gibt einen einstimmigen Beschluss und ein Regierungsabkommen", unterstrich Franz Voves. Der Landeshauptmann selbst wird der Hauptredner bei der finalen Präsentation vor der WM-Vergabe am 29. Mai in Kapstadt sein.
Mit der Bevölkerung.
Getragen wird die Bewerbung aber auch von der Unterstützung der Bevölkerung in Schladming (Bürgermeister Jürgen Winter: "98 Prozent stehen hinter der WM!") und der gesamten Steiermark. Und punkten will man mit mit "unseren fertigen Sportstätten und einer Infrastruktur, die finanziell und in Umweltfragen abgesichert und unbedenklich und hinsichtlich einer Nachnutzung in Schladming notwendig ist", wie der Chef des Bewerbungskomitees, Hans Grogl, erklärte.
Eine Seite der Medaille.
Doch wissen die Schladminger genau: Das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist die Sportpolitik - und die hat man nie ganz unter Kontrolle. Zumal diesmal mit Cortina, St. Moritz und Vail drei Gegenkandidaten zur Wahl stehen. Verantwortlich dafür, die 16 Mitglieder des Vorstandes im internationalen Schi-Verbandes erwiesen zu überzeugen, ist die Nummer eins des ÖSV: Peter Schröcksnadel.
Ein Sieg muss her.
Nach zwei - knappen - Niederlagen ist der Tiroler optimistisch: "Wir wollen gewinnen und wir können es schaffen. Aber es ist klar: Es wird ein steiniger Weg, der Zuschlag ist alles andere als eine g'mahte Wiesn!" Schröcksnadel appellierte einmal mehr, nach außen Einigkeit zu demonstrieren und vor der Vergabe auf die eigenen Stärken zu setzen: "Sportlich gesehen könnten wir die WM morgen starten." Eines hat Schladming den anderen mit Sicherheit voraus, wie Sport-Landesrat Manfred Wegscheider weiß: "Die Emotion! Und die müssen wir transportieren."
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Bei der Vergabe der WM 2011 ist Schladming gescheitertFoto © GEPA














