Hubschrauberstützpunkt Aigen feiert drei Jubiläen
Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg wurde 1937 errichtet - Seit 40 Jahren Heimatbasis für Mehrzweckhelikopter Alouette III.

Foto © APAViel Grund zum Feieren gibt es zur Zeit am Hubschrauberstützpunkt in Aigen
Bei der Jubiläumsfeier des 1937 errichteten obersteirischen Bundesheer-Fliegerhorstes Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal ging am Freitag einiges in die Luft - allerdings nur im friedlichen Sinne. Am Hubschrauberstützpunkt wurden drei runde Tage begangen: einerseits das Jubiläum "70 Jahre Fliegerhorst", dann der Festakt "40 Jahre Hubschraubergeschwader" sowie eine Feier für einen besonderen Luftfahrzeugtyp, "40 Jahre "Alouette III" in Österreich". Bei einem Tag der offenen Tür waren alle Helikopter des Heeres im Einsatz zu sehen.
Vor 40 Jahren gelandet. Die ersten vier "Alouette III" des französischen Herstellers Aerospatiale waren am 27. Jänner 1967 nach Österreich eingeschwebt. 24 Stück werden heute noch vom Hubschraubergeschwader im obersteirischen Aigen im Bezirk Liezen betrieben. Im April dieses Jahres wurde die 150.000ste Flugstunde mit diesem Hubschrauber beim Bundesheer geflogen. Das würde bei einer durchschnittlichen Fluggeschwindigkeit von 162 km/h rund 625 Erdumrundungen entsprechen.
Weltweit im Einsatz. Laut Bundesheer war es in der damaligen Aufbauphase der Luftstreitkräfte notwendig, geeignetes Fluggerät für die vielfältigen Aufgaben der relativ jungen Hubschraubersparte zu beschaffen. Die Wahl fiel auf das französische Modell SA 316B "Alouette III", der damals für Hochgebirgseinsätze Standard war. Noch heute stehen weltweit rund 1.000 Stück im Einsatz. Drei der österreichischen Maschinen waren erst im Dezember 2006 von einem einjährigen Friedenseinsatz im Rahmen der EUFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina zurückgekehrt.
Ausbildungsstätte. Der Fliegerhorst selbst war 1937 von den Luftstreitkräften der Ersten Republik als Ausbildungsstätte für Militärpiloten errichtet worden. Damals stellte sich laut Heer heraus, dass sich "gerade dieser mitten in den Alpen Österreichs liegende Flugplatz besonders für die Ausbildung und als Einsatzbasis für den hochalpinen Flugbetrieb eignet". 1967 wurde der damals vorhandene kleine Grundstein - eine Hubschrauberstaffel - zu einem Helikopterverband ausgebaut. In den 1980er und 90er Jahren war der Fliegerhorst auch Basis für einen Notarzthubschrauber, heute finden hier die international besuchten Hochgebirgsflugkurse des Bundesheeres statt.

















