Früher Schnee: Millionenschaden für Waldbauern
Die Schneefälle zu Monatsbeginn hinterließen in den Wäldern der Obersteiermark einen Schaden von bis zu 15 Millionen Euro. Äste und Wipfel hielten der Last nicht stand.

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Der überraschende Wintereinbruch, der Anfang des Monats weite Teile der Steiermark überrumpelt hat, brachte den heimischen Waldbauern Millionenschäden ein. Besonders in den höheren Lagen der Obersteiermark sind die Zerstörungen teils beträchtlich. Die plötzliche Last des Schnees hat Äste und Wipfel brechen lassen, dazu kamen starke Windböen, die den Schaden an den Bäumen noch vergrößerten.
Höhenlagen. Betroffen ist der Raum zwischen Enns-, Mur- und Mürztal. "Am schlimmsten ist es in den Höhenlagen zwischen 1200 und 1500 Metern", sagt Landesforstdirektor Josef Kalhs. "Das sind genau die Regionen, wo der Schnee besonders nass und schwer war, eine Mischung aus Wasser und Eis. Weiter oben war er trockener, da hat es keine Probleme gegeben." Viele Bäume sind so stark beschädigt, dass sie gefällt werden müssen.
Der Borkenkäfer lauert. Allzu lange warten können die Waldbauern damit nicht. "Das Schadholz muss bald entfernt werden, es besteht sonst die Gefahr, dass wir spätestens im Frühjahr ein Problem mit den Borkenkäfern bekommen, die die geschwächten Bäume befallen", sagt Kahls. Ersten groben Schätzungen zufolge dürfte der Gesamtschaden zwischen 12 und 15 Millionen Euro ausmachen. Die frühen Schneefälle könnten im Land demnach für eine halbe Million Festmeter Schadholz gesorgt haben.
Mitleidenschaft. In Mitleidenschaft gezogen wurden ziemlich alle Baumarten und Altersklassen. "Auch die Laubhölzer sind betroffen, weil sie noch ihre Blätter tragen und unter dem Gewicht des Schnees eingeknickt sind", erklärt Erich Gutschlhofer vom Waldverband Steiermark, relativiert aber: "Schlimmer sind solche Schäden immer im Sommer oder im Frühjahr. Da muss dann wirklich rasch aufgearbeitet werden, weil die Käfer aktiv sind und sofort alles anfallen."
Holzmarkt. Mit spürbaren Auswirkungen auf den Holzmarkt rechnet Gutschlhofer nicht. "In den betroffenen Höhenlagen sind in der Regel die größeren Forstbetriebe ansässig, die den entstandenen Schaden ausgleichen können." Wie groß die Verluste im Detail sind, lasse sich außerdem ohnehin erst in den kommenden Wochen sagen.














