Wartelisten bei Psychosomatik-Klinik Bad Aussee
Etwa 700 Patienten wurden seit Beginn stationär betreut; es gibt bereits Wartelisten.
Vor rund einem Jahr hat die obersteirische Klinik Bad Aussee für Psychosomatik und Psychotherapie - auch eine Einrichtung der Medizinischen Universität Graz - ihren Betrieb aufgenommen. "Wir waren von Anfang an von null auf hundert", meinte der ärztliche Leiter Marius Nickel. Etwa 700 Patienten wurden seit Beginn stationär betreut; es gebe bereits Wartelisten.
Experten. Das Arbeitskonzept der Klinik mit seinem ganzheitlichen Ansatz und der interdisziplinären Arbeitsweise stammt laut Nickel aus Bayern: "Wir haben hier eine erfahrene Mannschaft, die zum Teil in Bayern geschult wurde. Manche arbeiten schon seit fünf bis sieben Jahren zusammen." Das Besondere sei, dass die verschiedenen Ebenen einbezogen würden: "Experten aus allen Bereichen arbeiten zusammen." In der Region sei die Einrichtung zudem der zweitgrößte private Arbeitgeber.
Lehre. "Wir existieren erst kurz, haben aber schon die Lehre aufgenommen", so Nickel. Die ersten Studenten kommen dieser Tage an die Klinik: Im Rahmen von speziellen Wahlpflichtmodulen (SSM) werden zwei Mal pro Jahr für vier Wochen jeweils zwölf Studiosi weitergebildet. Die Zahl soll jährlich bis auf 24 gesteigert werden. "Im September sind wir ausgebucht, für Februar gibt es bereits Wartelisten." Auch Doktoranden sollen zum Teil in Bad Aussee ausgebildet werden. Im Bereich der Forschung seien ebenfalls Projekte gestartet, z.B. zur Wahrnehmung der Patienten.
Krankheitsbilder. Die Klinik behandelt psychosomatische und psychosoziale Krankheitsbilder wie z.B. Erschöpfungszustände, Burn-out-Syndrom, Schlafstörungen, körperliche Funktionsstörungen seelischen Ursprungs, Ängste, Schmerz, Essstörungen und psychische Störungen nach Extrembelastungen und in Ausnahmesituationen.
















